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Stewart Island ist neues Internationales Dark Sky Reserve

Die Sterne scheinen der kleinsten der drei Hauptinseln Neuseelands wohlgesonnen – Stewart Island/Rakiura freut sich seit Januar 2019 über die offizielle Anerkennung als Dark Sky Reserve.

Nicht nur die außergewöhnliche Natur der Insel ist nun amtlich geschützt, sondern auch sein ungewöhnlich dunkler Nachthimmel, an dem man dadurch mehr Sterne und Himmelskörper beobachten kann als anderswo auf der Welt.
Die International Dark Sky Association (IDA) erklärte Stewart Island/Rakiura zum fünften Dark Sky Reservat weltweit.

Gleichzeitig ist es erst die zweite Insel der Welt, der diese Auszeichnung vom Rat einstimmig zugesprochen wurde (beide liegen in Neuseeland).

Der von Kunstlicht nahezu vollständig freie Nachthimmel über Stewart Island/Rakiura kann nun durch spezielle Schutz-Gesetze in seiner einzigartigen Qualität besser geschützt und erhalten werden. Unerlässlich für den geschützten Status ist eine starke Unterstützung durch die Gemeinde und die staatlichen Institutionen – beides war für Stewart Island/Rakiura in besonderem Maße gegeben, wie die IDA lobt.

Die Insel im äußersten Süden der Südinsel liegt auf 46° südlicher Breite und 168° östlicher Länge. So weit südlich gibt es kaum andere Landmassen, die denselben Blick auf das Firmament erlauben. Die saubere Atmosphäre sorgt für sehr klare Sicht nach oben, anders als in Gebieten mit mehr Bevölkerung.

Dazu kommen einige Bonuspunkte: Während man auf Stewart Island/Rakiura in den Sternenhimmel blickt, tritt man mit einiger Wahrscheinlichkeit auch noch auf einen wild lebenden Kiwi. Eine weitere fantastische Gelegenheit ist die Aurora Australis (das Südpolarlicht), die man nur knapp 3800 km nördlich der Antarktis besser als anderswo auf der Welt erblicken kann.

Die Gemeinde auf der Insel unterstützt den neuen Status als Dark Sky Reserve. So erhielten kürzlich alle Straßenlaternen ein Upgrade, um den Regelungen der IDA zu entsprechen.

Der Maori-Name von Stewart Island wird mit “leuchtende Himmel” übersetzt. Er erzählt bereits von der besonderen Verbindung der Insel zum Nachthimmel. Eine ausführlichere Übersetzung lautet “das große und tiefe Erröten von Te Rakitamau“, einem frühen Maori-Stammesführer. Es lässt sich leicht mit den glühenden Sonnenauf- und -untergängen und dem strahlenden Südpolarlicht auf Stewart Island assoziieren.

Die Insel war bereits bewohnt, als der Entdecker James Cook auf der HMS Endeavour als erster Europäer im Jahr 1770 vorbeikam. Walfänger gehörten zu den ersten dauerhaften Bewohnern. Heute bedeckt der Rakiura National Park etwa 85 Prozent des Landes, der Rakiura Track genießt einen hervorragenden Ruf bei Wanderern und Vogelbeobachtern.

Weitere Dark Sky Reserves in Neuseeland sind das Mackenzie Basin in den Southern Alps und Great Barrier Island vor der Küste von Auckland. Die Wairarapa-Weinregion nahe Wellington plant ebenfalls eine Bewerbung als Dark Sky Reserve.

(Jenny Menzel)

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