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Google Fluss-View: Der Waikato River ist online!

Nachdem die langstieligen Google Streetview-Kameras bereits den Verlauf der Kanäle in Venedig, den mächtigen Colorado River und die Themse in London gefilmt haben, gibt es nun auch einen neuseeländischen Flusslauf, den man online aus der Ich-Perspektive betrachten kann.

Neuseelands längster Fluss, der 425 Kilometer lange Waikato River auf der Nordinsel, kann nun per Google Streetview nachverfolgt werden.

Um den Flusslauf des Waikato River in all seiner Schönheit darstellen zu können, wurden mehrere Streetview-Trekker auf verschiedenen Booten installiert. So ist eine einzigartige Wasser-Perspektive entstanden. Die Reise startet an Bord der “Poutiaki” (freundlich zur Verfügung gestellt durch Waikato Tainui) und gelangt am Ende in die offene Tasman Sea mit Unterstützung der Küstenwache Taupo RIB.

Professionelle Unterstützung fand das Fluss-View-Projekt außerdem durch Matt Jenke, Leiter von Neuseelands Streetview-Operationszentrale und gleichzeitig eifriger Wanderer. Das Team des Waikato River Festival “He Piko He Taniwha” installierte die 18 Kilogramm schweren Kameras auf den verschiedenen Booten und verbrachte dann etwa einen Monat damit, Bildmaterial von Port Waikato bis hinauf zum Lake Taupo zu sammeln.

Mit 15 Kameralinsen, die alle 2,5 Sekunden ein Foto aufnehmen, entstanden Panoramabilder, aus denen dann am Computer eine interaktive, virtuelle 360-Grad-Tour über den gesamten Flussverlauf zusammengestellt wurde. Nun können auch alle, für die eine Reise nach Neuseeland nicht möglich ist, bequem vom Sofa aus auf dem mächtigen Waikato reisen.

Die größten Herausforderungen für das Kameraprojekt waren das unberechenbare neuseeländische Wetter, Stromschnellen und Staudämme sowie logistische Probleme.

Mit der großzügigen Unterstützung der Bootsbesitzer, freiwilliger Skipper und Crewmitglieder (zu denen auch die Hafenmeister des Upper und Lower Waikato Regional Council gehörten), gelangten das Waikato River Festival Team und die Kameras sicher ans Ziel.

Einige Abschnitte des Waikato River sind per Boot nicht zugänglich. Die Strecke über die acht Staudämme und mindestens drei Stromschnellen wurde daher ersatzweise mit Hilfe von Drohnenbildern erzeugt. Wirklich jeder Zentimeter des Flussverlaufs wird nun auf Google Streetview abgebildet, so dass Couch-Surfer nun den echten Wassersportlern sogar eine lange Nase drehen könnten.

Craig Muntz, Direktor des Waikato River Festival, bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre rückhaltlose Unterstützung des Projekts und die gute Zusammenarbeit der Akteure. „Wir sind sehr dankbar für die positive Rückmeldungen, die wir aus der Gemeinde bekommen haben. Durch dieses tolle Engagement konnten wir ein fantastisches Ergebnis schaffen, von dem nun im Gegenzug alle profitieren. Die Gemeinde hat nun eine Plattform, über die sie ihre Geschichte des Flusses und ihrer Region mit der Welt teilen kann. Nahezu jede Biegung des Waikato River hat viel zu erzählen.”

Wer sich auf die virtuelle Reise machen will: Hier geht es an Bord! 

(Jenny Menzel)

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