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Meeresleben bekommt besonderen Schutz: Durchbruch in Kaikouras langwieriger Conservation-Debatte

(Von Anja Schönborn, Wellington)

Nach 20 Jahren Verhandlungen steht nun das vielfältige und außergewöhnliche Meeresleben Kaikouras unter Naturschutz. Umweltminister Dr. Nick Smith eröffnete das erste Wal- und das erste Robben-Sanctuary Neuseelands sowie ein großes Marine Reserve um die Tiefseespalte vor der Küste des beliebten Whalewatch-Ortes Kaikoura.

Mit der Eröffnung der marinen Schutzzonen um Kaikoura sieht nun die Zukunft für Wale, Delfine, Robben, Albatrosse, Felsenhummer, Muscheln und Finnwale wesentlich besser aus als noch vor einigen Monaten, als die Schiffe der Ölgiganten vor der Küste der Südinsel lagen und nach Öl- und Gasvorkommen suchten. Nirgendwo sonst auf der Welt existiert ein über 500 Meter tiefer Unterwasser-Canyon direkt vor der Küste, welcher einen einmaligen maritimen Lebensraum schafft, dessen biologische Vielfalt ungeschlagen ist. „Dieses Gebiet verdient nicht nur internationale Bedeutung, sondern auch den nötigen Schutz. Deshalb sind wir froh, den Gesetzesentwurf nun mit allen Beteiligten relativ schnell durch die letzten Stadien im Parlament gebracht zu haben“, erklärte der Minister zufrieden. Die Schutzzone resultiert zudem in strengeren Fischereiauflagen, welche mit sofortiger Wirkung in Kraft traten. Besonderer Verdienst sei dem Parlamentsmitglied der Region Colin King zuzuschreiben, welcher mit Nachdruck die unterschiedlichen Parteien zusammenbrachte und schließlich den Entwurf zur Realität werden ließ.

Die Schutzzonen sind unterschiedlich gegliedert. Das sogenannte Kaikoura Whale Sanctuary beinhaltet 4696 qkm, das Areal von der Gore Bay im Norden bis zum Clarence River weiter südlich, wie auch einen 56 km weiten Küstenstreifen. Hier sollen besonders die Buckel-, Pott-, Blau- und südlichen Glattwale, sowie Orcas und andere marine Säugetiere der Region geschützt werden, welche sich regelmäßig in dieser Zone aufhalten. Das geschützte Areal ist das erste Wal-Schutzgebiet Neuseelands, eine angemessene Wahl, wenn man bedenkt, dass Kaikoura das Whalewatch Gebiet Nummer 1 Neuseelands ist und die Tourismusindustrie jährlich mit rund 134 Millionen NZD unterstützt.

Das Ohau Point Fur Seal Sanctuary ist ebenfalls das erste Robben-Schutzgebiet seiner Art in Neuseeland. Hier sollen die Pelzrobben der Region unter besonderen Schutz gestellt werden und der Zugang zu den Kolonien besser kontrolliert und notfalls gedrosselt werden können. Besonders die jungen Robbenbabys im Wasserfall ziehen jährlich zehntausende Besucher an. Diese einmalige Begegnung soll auch für zukünftige Besucher gesichert werden.

Das Hikurangi Marine Reserve ist die größte und tiefste marine Schutzzone der Nord- und Südinsel, beinhaltet 10.416 Hektar und dehnt sich über einen 23,4 km breiten Küstenstreifen aus. Es ist bereits das fünfte neue Marine Reserve, welches die Regierung in diesem Jahr ins Leben gerufen hat. In dieser Region ist ab sofort der Abbau von Bodenschätzen, Fischen oder die Ernte von Muscheln oder Gegenständen strengstens verboten. Das Areal schützt so auch die Tiefseespalte, welche in die Schutzzone integriert wurde. „Diese neu geschaffenen Gebiete und die damit entstandenen strengeren Regulierungen für Fischer bieten ein effektiveres Management des Freizeit- und kommerziellen Fischereiwesens Kaikouras. Ich möchte hier noch einmal auf den gemeinsamen Erfolg hinweisen, den wir den Gruppen hier in Kaikoura zuschreiben haben. Dazu zähle ich die Iwi, Freizeitangler, kommerzielle Fischer, sowie Charterunternehmen, Boot- und Naturschutzgruppen. Wir hatten eine über 20jährige entzweiende Debatte um dieses Thema, sowohl in den verschiedenen politischen Parteien, wie auch von Naturschützern und den Vertretern der kommerziellen Interessen“, so der Minister. „Nun konnten wir endlich eine Einigung und zudem noch schnelle Umsetzung erzielen, das ist wahrlich ein Erfolg!“

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