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Die Filmindustrie Wellywoods feiert Geburtstag - Weta Workshop wird 20

(Von Anja Schönborn)

„The Art of Film Magic“ heißt das neueste Buch des Weta Workshop Verlages, welches zum 20jährigen Firmenjubiläum erscheint. Die Requisitenmacher in der Filmwelt Wellywoods laden zu ihrem Geburtstag einmal mehr ihre Fans ein, die Künstler hinter den Kulissen zu treffen, sich Bücher signieren zu lassen und mit den Filmemachern das Jubiläum zu feiern.

Fantasie in Filme zu verwandeln, dafür braucht es schon eine nötige Portion Magie. Weta Workshop und Weta Digital sind die kreativen Macher hinter der Filmbranche Wellywoods. Sie haben zum großen Erfolg von Filmen wie Herr-der-Ringe, Avatar, The Avengers, King Kong, District 9 oder dem Hobbit beigetragen. Doch wie entsteht so ein Kinospektakel? Wer ist für das Design zuständig, fertigt die ersten Skizzen an, baut die Filmkulissen, entwirft und näht Kostüme, stellt Waffen her, bearbeitet hinterher digital und sorgt für die verblüffendsten digitalen Effekte? All das und noch viel mehr Blicke hinter die Kulissen bietet nun das Jubiläumsbuch „20 Jahre Weta“.

Weta Workshop und Weta Digital wurden vor genau 20 Jahren von Star-Regisseur Sir Peter Jackson, Jamie Selkirk, Tania Rodger und Jacksons langjährigem Freund Richard Taylor gegründet und haben sich mit der Verfilmung der Herr-der-Ringe-Trilogie derart schnell weiterentwickelt, dass sie in einigen Bereichen heute sogar Hollywood nicht nur das Wasser reichen können, sondern die Film-Gurus aus den USA sogar überholen konnten.

Doch das war nicht immer so. Peter Jackson wurde 1961 in Wellington geboren. Bereits als Kind war er ein großer Filmfan. Als Jugendlicher begann er mit einer Super 8Cine-Kamera mit seinen Freunden Kurzfilme zu drehen. Er bastelte dafür nicht nur kleine Modelle, sondern auch Latex-Masken, die er im Ofen seiner Mutter herstellte. Seine frühen Erfolge bei Kurzfilmfesten in Wellington zeugten schon bald von seinem Talent. Nach einigen Jahren wurde er sogar ausgeschlossen, weil er stets den ersten Platz belegte und man auch anderen Teilnehmern die Chance auf einen Sieg geben wollte. Seine besondere Liebe galt zunächst den Horrorfilmen. Durch seine eigenen Versuche, Erfolge und Misserfolge lehrte sich der junge Jackson das Filmemachen selbst, besuchte nie eine Filmschule. Mit 16 Jahren verließ er die High School, begann als Fotograf für eine Tageszeitung zu arbeiten und wohnte bei seinen Eltern, um sein Gehalt für Filmausstattung zu sparen. Mit 18 Jahren kaufte er seine eigene 16mm-Kamera und begann erneut, einen Kurzfilm zu drehen aus dem später sein erster Film „Bad Taste“ wurde. 1987 mit der Unterstützung der New Zealand Film Commission zeigte man diesen ersten Kinofilm Jacksons auf den Filmfestspielen in Cannes und verkaufte die Rechte in mehr als zwölf Länder.

Nach mehreren Splatter Movies schaffte Jackson den internationalen Durchbruch 1996 mit seinem ersten Hollywood-Film „The Frighteners“, in dem Michael J. Fox die Hauptrolle spielt. Sowohl sein alter Freund Richard Taylor vom Weta Workshop, wie auch die New Zealand Film Commission begleiteten und förderten Jackson während seiner steilen Karriere. Der Name der heutigen Weta-Gruppe, stammt noch aus Horrorfilm-Tagen und ist die Bezeichnung des neuseeländischen Heuschrecken-ähnlichen Rieseninsekts, dem Weta.

Peter Jackson ist bekannt für seinen Perfektionismus. Jedes Kostüm, jede Maske, jedes Schild und Schwert wird handgefertigt. Mit der Gründung seiner heutigen Produktionsfirmen WingNut Films und 3Foot7, Weta Digital und dem Weta Workshop, sowie Park Road Post, seiner eigenen Postproduktionsstätte vor 20 Jahren war die Basis für die Filmindustrie Neuseelands geschaffen. Keines der Einzelunternehmen hatte zu Beginn der Dreharbeiten von Herr-der-Ringe die Kapazitäten für solch große Hollywood-Blockbuster. Doch der Kiwi-Erfindergeist, starker Wille und ein schneller Lernprozess während der Produktionsphase ließ den Industriezweig im kleinen Wellington schnell anwachsen und bewies bald äußerste Professionalität. Heute zählen beispielsweise die Motion-Capture-Facilities in Miramar zu den weltbesten und viele Hollywood-Regisseure verlagern ihre Studioaufnahmen und Außendreharbeiten aufgrund der guten Infrastruktur und fantastischen Vielfalt der Landschaften nach Neuseeland.

Neben der Anstellung von internationalen Talenten im Bereich 3D-Animation für Weta Digital versuchte man beim Weta Workshop zunächst, sich das große Potenzial der ansässigen Künstler zu Nutze zu machen. Richard Taylor heuerte dafür zahlreiche junge Abgänger der Massey Designer-Universität in Wellington an. Die Absolventen hatten zwar keinerlei Berufserfahrung oder Hintergrund im Filmbereich, waren jedoch völlig unvoreingenommen, enthusiastisch und extrem ehrgeizig. Die Kiwi-Genialität der lokalen Künstler trug mit dazu bei, die Filmindustrie auf Hollywood-Niveau anzuheben. Weta Workshop ist für die Herstellung von tausenden von Kostümen, der Ausstattung am Set, den Kulissenbau, das Special-Make-up, die Requisiten und die Miniaturen zuständig. Und genau darüber, wie über die Tricks der Computeranimateure wird zum 20jährigen Jubiläum berichtet. Bislang unveröffentlichte Designs, Insider-Informationen und Hintergründe werden so manchen Filmfan begeistern und von Seite zu Seite fesseln.

Wer bald in Wellington ist und an Film interessiert ist, sollte den genauen Event-Kalender der Filmemacher bei Weta studieren: www.wetanz.com

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