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Bedarf und Zustrom gestiegen: Neuseeland sucht dringend Arbeitskräfte

Peter Hahn und Anja Schönborn

Die Wirtschaft boomt und Neuseeland kann seinen Eigenbedarf nicht alleine decken. Der Einwanderungsminister Michael Woodhouse machte es bei einer Jobwerbungsmesse in Australien einmal mehr deutlich – Neuseeland braucht ausländische Arbeitskräfte, um die Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllen zu können. Dies ist in gewissen Berufssparten auch ein Indiz, dass Deutsche derzeit gute Chancen haben, in Neuseeland einen Job zu finden.

In Neuseeland findet gerade ein Wirtschaftsaufschwung statt, der mit einer Rekordzahl von 12% gestiegenen Residency Genehmigungen im letzten Finanzjahr belegt werden kann. Über 20.000 Menschen aus aller Welt konnten dauerhaft nach Neuseeland einwandern. Nach vier Jahren Rückgang in der Zuwanderung über die Skilled Migrant Category ein deutlicher Trend für das zunehmende Interesse am kleinen Land Down Under, so Immigrationsminister Michael Woodhouse in seiner Ansprache. Auch die Zahl der Essential Skills Workers, der Arbeiter, die mit einem Standard Work Visa nach Neuseeland kommen, sei um 18 % gestiegen. „Wer einen Job sucht, für den sind die Long Term Skill Shortage Liste und die Immediate Skill Shortage Liste ein Indikator, in welchen Berufen gerade ausländische Arbeitskräfte gesucht werden“, erklärt der langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn. „Natürlich kann man auch in anderen Berufssparten einen Job finden und ein Work Visa beantragen“, wiederlegt er jedoch gleichzeitig den häufig geglaubten Irrtum. Beide Listen werden jedes halbe Jahr bis Jahr überarbeitet und der vorherrschenden Arbeitsmarktsituation angepasst. Die aktualisierten Listen sind gerade wieder veröffentlicht worden.

Wo noch vor Jahren viele Kiwis ins benachbarte Australien abwanderten, um einen Job zu finden, sinkt nun die Arbeitslosenquote in Neuseeland und die Situation hat sich umgedreht. Derzeit werden von Kiwis gezielt Australier angeworben, um zum Arbeiten nach Neuseeland zu kommen. Auf der jährlichen Arbeitsplatz-Messe im australischen Brisbane Ende März herrschte Hochbetrieb. Über 30 Kiwi-Unternehmen boten insgesamt 1600 Arbeitsplätze auf der Jobbörse an. Der Immigrationsminister betonte mehrfach, dass es besonders in den Bereichen Bau und Handwerk, Manufaktur, Ingenieurswesen und IT einen steigenden Bedarf in Neuseeland gäbe. „Die internationale Nachfrage nach unseren Produkten ist gestiegen, deshalb benötigen wir dringend Arbeitskräfte auch in den Bereichen Landwirtschaft, im Transportwesen, der Gastronomie und dem Tourismus, Handel, Gesundheitswesen, Bildung und anderen öffentlichen Diensten“, so der Minister. „Auch die Baubranche boomt - vor allem in Auckland und Christchurch. Hier müssen rund 26.000 Stellen zusätzlich gefüllt werden!“

Neuseeland-Experte Peter Hahn sieht die Situation ein wenig differenzierter. „Diese Aussagen stimmen nicht immer gänzlich“, gibt er zu bedenken. „Oft ist es ‚nur’ die gute Lobbyarbeit einzelner Interessensgruppen, die damit erwirken, dass ihre Berufe in die Skill Shortage Listen aufgenommen werden. Wir hatten unter anderem einmal das Beispiel von zwei Polsterern, die Jobs in Neuseeland gesucht haben. Und obwohl der Beruf seit Jahren auf der Liste steht, hatten wir keine Chance, sie irgendwo unterzubringen“, berichtet er aus seinem Arbeitsalltag. Auch im Gesundheitswesen ist es häufig für deutschsprachige Bewerber schwierig. Sie benötigen nämlich in Neuseeland eine gesonderte Zulassung.  „Viele scheitern hier am wirklich extrem schwierigen Englisch-Test. Diese Jobangebote sind folglich eher für Australier oder Engländer interessant.“ Allerdings bestätigt auch der Einwanderungsberater aus Wellington, dass einige Deutsche derzeit gute Chancen auf dem neuseeländischen Arbeitsmarkt haben könnten. „Gerade wenn wir ins Baugewerbe blicken, in Canterbury werden händeringend Tischler gesucht, IT ist überall gefragt und auch im Ingenieurswesen sind derzeit einige Stellen auf dem Arbeitsmarkt.“

Bestätigen kann diese Aussage die Deutsche Claudia Samitz, deren Gerüstbauunternehmen iScaff in Wellingtons Norden mit der Arbeit kaum hinterher kommt. „Wir suchen händeringend nach Fachkräften, die ausgebildet sind und entsprechende Erfahrung mitbringen“, klagt sie. „Auf dem hiesigen Arbeitsmarkt gibt es einfach kein Personal. Einer unserer Mitarbeiter war zu unzuverlässig, ist einfach nicht zur Arbeit erschienen, der andere konnte nichts. Es ist tatsächlich schwierig. Am liebsten hätten wir gute Angestellte aus Deutschland, die gewillt sind, nach Neuseeland umzuziehen. Wir arbeiten hier auch mit dem deutschen weltweit verwendeten Gerüst Layher.“

‚Scaffolding’ steht sogar auf der Immediate Skill Shortage Liste, was die Beantragung eines Arbeitsvisums etwas vereinfacht. „Für unseren Franzosen und einen Serben habe wir ohne Probleme Work Visa bekommen.“

Einwanderungsberater Peter Hahn begleitet jedes Jahr viele Deutsche auf ihrem oft holprigen Weg nach Neuseeland. „Für viele Kunden ist die Suche nach einem Arbeitsplatz die größte Hürde. Ist dies geschafft, beantragen wir im Optimalfall ein Work Visa und starten parallel dazu das langwierigere Residency-Verfahren. Bei vielen Handwerkern, die dauerhaft in Neuseeland leben wollen, lohnt es sich auch, erst einmal ein Jahr im Land zu arbeiten, bevor man den Residence-Antrag einreicht. Denn dann fällt der für viele Handwerker schwierige Englisch-Test weg, weil sie ja bereits ein Jahr Arbeitserfahrung im englischsprachigen Land gesammelt haben.

Rosige Aussichten für interessierte Bewerber. Wer Interesse und entsprechende Qualifikationen im Bereich Gerüstbau hat, kann sich direkt bei iScaff melden:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , weitere Infos unter: www.iscaff.co.nz

 

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