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Christchurch News: Wiederaufbau erreicht den Höhepunkt Bedarf an Handwerkskräften gedeckt?

Von Peter Hahn und Anja Schönborn

Für viele Monate war die Chance, über ein Work Visa in Christchurchs boomender Baubranche nach Neuseeland zu gelangen, extrem gut. Das Hoch des Arbeitskräftemangels in Christchurch scheint jetzt jedoch erreicht zu sein. Immigration New Zealand erschwert nun die Work-Visa-Beantragung für manche ausländische Bewerber in Canterbury wieder.

Die verheerenden Erdbeben, die das Zentrum Christchurchs 2010 und 2011 trafen, waren eine große Chance für die Stadt, sich komplett neu zu erfinden. Für den Wiederaufbau benötigte man besonders in der Baubranche die Hilfe ausländischer Arbeiter. Allein war das riesige Bauvorhaben nicht zu schaffen. Auch europäische Handwerker hatten bislang hervorragenden Chancen, einen Job und auf vereinfachtem Weg ein Work Visa in Christchurch zu bekommen. Ein erster möglicher Schritt zur Auswanderung. Seit 14. Dezember 2015 ist dieser Weg jedoch in vielen Berufen erschwert. „Obwohl laut Zeitungsberichten erst 40 Prozent des Wiederaufbaus geschafft sind, spricht man jetzt von genügend Arbeitskräften im Bauwesen vor Ort“, schließt der Immigrationsberater Peter Hahn aus den letzten Änderungen.

Sein Büro hilft interessierten Bewerbern seit über 20 Jahren bei der Beantragung von Visa und der Einwanderung nach Neuseeland. Maurer, Klempner, Verputzer, Bodenleger, Dachdecker, Fliesenleger und Steinmetze konnten noch vor Wochen einen Job suchen und dann relativ einfach ein Arbeitsvisum dafür bekommen. „Jetzt werden in diesen Berufen in Christchurch nicht mehr ohne Weiteres Work-Visa-Anträge genehmigt, sondern nur noch solche, wo der Antragsteller schon mindestens 12 Monate in Neuseeland gearbeitet hat. Sprich, man möchte die ausländischen Arbeiter, die schon hier sind, weiter vor Ort halten, jedoch den weiteren Zustrom eindämmen“, erklärt Peter Hahn. Die starke Zuwanderung fand in den letzten Monaten vor allem von den pazifischen Inseln statt, bei denen Maler und Verputzer in großer Zahl zuzogen. Die Änderungen der Visa-Bedingungen gelten jedoch nicht für alle Handwerksberufe. Zimmerer und Schreiner zum Beispiel sind immer noch willkommen, auch ohne neuseeländische Berufserfahrung. Außerdem gelten nach wie vor auch für die Canterbury Region die neuseelandweiten Kurz- und Langzeitlisten, die Immediate Shortage Skill List und die Long Term Skill Shortage List. Die dort gelisteten Berufe werden auch in Christchurch gesucht und brauchen den 12-Monats-Nachweis nicht zu führen. „Nach den Beben hat man ganz speziell, um den Wiederaufbau anzukurbeln und die Industrie vor Ort zu entlasten, die Visa-Bedingungen für den Großraum um Christchurch gesondert vereinfacht“, klärt der Immigrationsberater die rechtliche Grundlage in Canterbury. Für viele seiner Kunden war diese Anpassung eine große Chance, unkompliziert die ersten Schritte nach Neuseeland angehen zu können. Die aktuellen Änderungen werden sich nun für manche Auswanderinteressierte nachteilig bemerkbar machen.

Viele Bewerber bringen jedoch häufig die verschiedenen existierenden Listen und die Bedingungen für jeweilige Visa durcheinander. „Diese Änderung bedeutet jetzt nicht, dass Handwerker aus der Baubranche in Neuseeland keine Chance mehr auf ein Work Visa haben! Der Arbeitgeber muss allerdings konkret nachweisen, dass er keine inländischen Arbeitskräfte gefunden hat“, klärt Peter Hahn den viel verbreiteten Irrglauben auf. „Sofern der eigene Beruf ohnehin auf der Immediate oder der Long Term Skill Shortage List steht, ist die Verschärfung sowieso irrelevant. Um es einfacher auszudrücken, wo ich vorher meinen Kunden zuversichtlich so gut wie garantieren konnte, dass wir ein Work Visa durchbekommen, wird es jetzt eben aufwendiger und ungewisser. Die Baubranche in Auckland und Christchurch boomt jedoch weiter, so dass trotzdem in der Baubranche gute Chancen bestehen.“ Und auf die Beantragung von Residence Visa hat die aktuelle Änderung keinerlei Auswirkungen.

Obwohl der Wiederaufbau in Christchurch noch einige Jahre dauern wird, scheint sich der Mangel auf dem Arbeitsplatzmarkt der Baubranche vor Ort zum Teil erholt zu haben. Wann die City gänzlich in neuem Glanz erstrahlt, kann und möchte jedoch noch keiner vorhersagen.

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