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Neuseelands nördliche Seele: Versteckte Ziele in der Bay of Islands

Von Anja Schönborn

Dolphin Watch, die Treaty Grounds in Waitangi und das Duke of Marlborough Hotel in Russel stehen heute als Aushängeschilder für die Bay of Islands. Doch das klimatisch begünstigte Gebiet hoch im Norden Neuseeland steht auch für viel unbekanntere Ziele und Höhepunkte, die Neuseeland-Liebhaber ausprobieren sollten – Orte mit einfachem Kiwi-Flair, die Nähe zu Natur und Bewohnern garantieren.

Basislager: Ein schöner Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour ist und bleibt Paihia. Allerdings sollte man die Touristenhochburg meiden, wenn gerade ein Kreuzfahrtschiff einläuft. Die gut ausgestatteten Bay of Islands Holiday Apartments liegen außerhalb des Ortes und garantieren mit ihren heißen Außenbädern unter den Bäumen Ruhe und Erholung. Etwas exquisiter ist das Chalet Romantica, ein Bed & Breakfast mit Meerblick, geführt von einem Österreicher-Schweizer-Paar.

Ngawa Springs: Eines der Ziele, welche Touristen kaum kennen, sind die Ngawha Springs, heiße Quellen rund 30 Minuten südwestlich, nahe Kaikohe. Bei den heißen Quellen handelt es sich nicht etwa um edle Spa-Pools mit Massageoption. Diese unterschiedlichen Außenbadepools sind absolut rustikal – handgeschriebene Schilder, Holzbecken mitten in der Gartenanlage. Dafür kostet der Eintritt nur 4 NZD und das Wasser verspricht heilende Wirkung. Die Gegend ist geothermisch aktiv und Ngawha, auch als Waiariki bekannt, produziert den Großteil der Elektrizität für das gesamte Northland.

Nach einer Überlieferung sollen die heißen Becken und ihre heilende Wirkung im späten 16. Jahrhundert von einer Frau namens Kareariki entdeckt worden sein. Bis heute soll der Geist namens Takauere hier wachen, und die Nachkommen der Entdeckerin betreiben bis dato den Pool, sind die Kaitiaki, die „Hüter“ der Quellen. Von der Hilfe für schwangere Frauen oder bei Leiden nach der Geburt bis hin zu Hautkrankheiten und schlechtem Augenlicht sagt man dem Thermalwasser zu, viele gesundheitliche Probleme zu lindern. In jedem Fall bringt es die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Schon vor Jahrhunderten sollen hier zwei befeindete Stämme nach dem Kampf ein gemeinsames friedliches Bad genommen haben. Und auch heute noch fühlt man die Ruhe und den Frieden in der Atmosphäre der belebenden Mineralien im heißen Wasser. Die Becken haben unterschiedlichste Temperaturen, manche sind schlammig, andere leuchten in verschiedenen Farbtönen. Die Einwohner kommen regelmäßig hierher und überhäufen die fremden Gäste mit Tipps zum besten Becken. Alle Pools haben Namen wie Waikato, Tanemahuta oder Tekotahitanga. Andere tragen eher merkwürdige Titel wie Heißer Doktor, Cinderella, Velvet, Bulldog oder Favourite. Der Schlamm eines kälteren Beckens soll die Haut verbessern. So stehen einige Badende mit Schlamm eingerieben in der Sonne. Der heilende Mud solle unbedingt auf der Haut trocknen, bevor er im heißen Becken abgewaschen werden kann, sonst wäre die Wirkung verloren, betont man. Die Anlage ist wirklich nur etwas für Naturliebhaber, denen die Einfachheit und das rustikale Flair gefallen und ist mit keinem Bad in Europa vergleichbar!

Cliffs and Caves Tour: Die Fährgesellschaft Fullers Great Sights bietet unzählige Cruises ins Inselreich der Bay of Islands an, dabei ist die Cliffs and Caves Tour ist eine schöne Möglichkeit die Ursprünglichkeit der Region zu entdecken. Das rund 13 Meter lange Schiff „Island Adventurer“ startet am Steg in Paihia. Skipper Mike gibt den Gästen während der gesamten Bootstour immer wieder interessante Informationen mit auf den Weg. Zunächst geht es zu den Black Rocks, einer Gruppe außergewöhnlicher vulkanischer Gesteinsformationen im Meer, bevor das Boot auf die Tölpelkolonie einer anderen kleinen Insel zusteuert. Hier versucht man in einem außergewöhnlichen Naturschutzprojekt, mit Vogelstimmen aus dem Lautsprecher mehr der geschützten Tölpel anzulocken. Auch Vogelattrappen sollen helfen, tatsächlich leben derzeit nur eine Handvoll Tölpelpaare auf dem Inselreservat. Schließlich schippert das Boot auf unzählige andere kleine Inselchen der östlichen Bay of Islands, auch Ipipiri genannt, wo es Klippen und Höhlen zu entdecken gibt. Ganz zum Schluss folgt der Höhepunkt, das Anlanden auf Waewaetorea Island, wo die Touristen selbst auf Erkundungstour gehen können. Das Eiland ist landschaftlich eine wahre Perle und zudem historisch interessant. Hier liegen einige archäologische Fundstellen frühester Besiedelung durch Maori. Doch auch die moderne Geschichte wird gerne erzählt. 1967 kaufte der amerikanische Zigarettenmillionär WN Reynolds die Insel für viel Geld. Er wollte dort ein Luxusresort errichten, doch der Wiederstand der lokalen Bevölkerung gegen diese Pläne war derart stark, dass er schließlich aufgab und Waewaetorea für einen Dollar an die neuseeländische Regierung zurück verkaufte. In den vergangenen Jahren gelang unter anderem durch das Projekt Island Song eine Wiederansiedelung von seltenen Pflanzen und Tieren. Island Song ist eines der bekanntesten Gemeinschaftsprojekte zwischen Staat und Privatinitiativen in Neuseeland, hier eine enge Partnerschaft zwischen dem DoC und den ansässigen Naturschutzgruppen sowie dem Maori Stamm Rawhiti.

Rainbow Worrior: Auch das Festland der Bay of Islands hat viele idyllische Fleckchen, die nicht alle von Touristen übervölkert werden. Nahe Kerikeri liegt der 27 Meter hohe Rainbow Fall, ein leicht zu Fuß erreichbarer imposanter Wasserfall. Auch der rund halbstündige Ausflug die Küste entlang Richtung Matauri Bay lohnt sich. Die Straße windet sich bis zur goldgelben Sandbucht, in der außer einem kleinen Laden nur Sand und Meer zu finden sind. Kurz bevor man zum Strand gelangt liegt an der Straße die winzige Samuel Marsden Memorial Church mit einem Friedhof nebenan. Matauri Bay war der Ort, an dem der berühmte Missionar Samuel Marsden 1814 das erste Mal neuseeländischen Boden betrat. Der Maori-Stamm von Hongi Hika begrüßte ihn mit einem Haka und einem Festessen. Heute gibt es hier nur noch einen einfachen Campingplatz, aber keine Ferienhäuser, Cafés oder Lokale. Die Cavalli Island liegt vor der Küste. Das ist die letzte Ruhestätte der Rainbow Warrior, das von französischen Geheimagenten im Hafen von Auckland durch Bomben versenkte Greenpeace-Schiff. Es wurde nach dem Anschlag gehoben und bis hierher in die Bay of Islands geschleppt, wo es heute als hervorragendes Tauchwrack dient. Am nördlichen Ende des Hauptstrandes befindet sich auch eine Gedenkstätte mit dem Ruder des Bootes, welches einst als Anti-Atom-Boot mit Greenpeace durch den Südpazifik segelte.

Wochenmarkt und Weiterfahrt: Vor der Weiterfahrt sollte man unbedingt den Old Packhouse Market in Kerikeri besuchen, ein neuer Wochenmarkt in Kerikeri, der jeden Samstag stattfindet. Hier gibt es nicht nur handgemachte Produkte aus der Region, sondern auch Ferkelchen zu kaufen, Souvenirs, traditionelles Hangi, das Maori-Essen aus dem Erdofen, sowie andere selbst produzierte Waren. Auch die Alongside Bar an Paihias Küste ist mehr als einladend. Die gemütlichen Sitzgruppen sind auf Holzstegen platziert, welche direkt über das Wasser gebaut wurden. Frische Fish’n Chips, Platten zum Teilen und Salate sind besonders zu empfehlen. Ein tolles nächstes Ziel für die Weiterfahrt ist dann der Whangaroa Harbour mit seinen vielen idyllischen Buchten.

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