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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Neuseelands Gletscher – Wunder der Natur

Einige von Neuseelands faszinierendsten Landschaften wurden von Gletschern geschaffen – der Milford Sound ist sicherlich das spektakulärste Zeugnis der urgewaltigen Kraft dieser Eismassen, die im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen können.

Mehr als 3000 Gletscher formen auch heute Neuseelands Natur, und vor allem auf der Südinsel sind einige von ihnen so bequem zu erreichen und zu entdecken wie sonst nirgends auf der Welt.

Neuseelands größter Gletscher, der Tasman Glacier am Aoraki/Mount Cook, bildete vor tausenden von Jahren zusammen mit den benachbarten Mueller, Hooker und Murchison Glaciers einen sogenannten Mega-Gletscher, der 115 Kilometer lang war. Der bei Reisenden sehr beliebte Lake Pukaki ist das Ergebnis seiner Kraft.

Heute ist der Tasman Glacier immer noch beeindruckende 29 Kilometer lang und hat eine bis zu 600 Meter dicke Eisdecke, die sich langsam und unerbittlich zu Tal schiebt.

Wie schnell die Fließgeschwindigkeit eines Gletschers sein kann, zeigte sich 1943, als auf dem Franz Josef Glacier ein Kleinflugzeug abstürzte. Schon nach sechs Jahren erschienen die Wrackteile am Ende des Gletschers wieder. Die Eismassen bewegen sich also mit einer Geschwindigkeit von sagenhaften 600 Metern pro Jahr oder etwa einem halben Meter pro Tag bergab. Wesentlich langsamer fließt zum Beispiel der Mangatoetoenui Glacier am Mount Ruapehu, wo in den 1950er-Jahren ebenfalls ein Flugzeug abstürzte, dessen Überreste erst nach 31 Jahren am Talgrund entdeckt wurden.

Nicht nur die Eismassen eines Gletschers an sich sind beachtlich. Naturphänomene wie das unwirkliche, milchige Blau vieler neuseeländischer Flüsse und Seen sind ebenfalls Gletschern zu verdanken, die zu feinem Staub zermahlenes „Steinmehl“ mit dem Schmelzwasser transportieren. Und sogar der Goldrausch, der wohl überhaupt erst dazu führte, dass Neuseeland im großen Stil von  Europäern besiedelt wurde, ist ohne Gletscher nicht denkbar – zusammen mit dem Eis wanderten nämlich auch Goldnuggets und Goldstaub von den unzugänglichen Berggipfeln in die Flüsse der Westcoast und die Bäche von Otago.

Der Klimawandel setzt weltweit den Gletschern zu. Durch die Erwärmung der Atmosphäre schmelzen sie immer weiter ab. Das gilt auch für die Gletscher in Neuseelands Bergen. Der Franz Josef Glacier schien zunächst eine Ausnahme zu sein, denn er nahm seit den 1980er-Jahren wieder an Länge zu. Seit 1999 hat sich dieser Trend allerdings umgekehrt; bis zum Jahr 2100 soll der aktuell etwa 10 Kilometer lange Gletscher fast 40 Prozent kürzer werden.

Schon jetzt ist es für Touristen nicht mehr möglich, direkt auf den Franz Josef Glacier zu gehen, weil der Anmarsch vom Dorf aus zu lang geworden ist. Seit einigen Jahren muss man einen Helikopter besteigen, wenn man das Eis erkunden will – was natürlich erst recht kein klimafreundliches Verhalten ist.

Zum Glück gibt es eine ganze Zahl weniger umwelt- und budgetbelastender Möglichkeiten, um die Schönheit der neuseeländischen Gletscher zu bewundern. Viele Wanderwege bieten atemberaubende Ausblicke auf Gletscher, ohne sie direkt zu erreichen (und ohne einen kundigen Führer sollte ein Gletscher auf keinen Fall betreten werden!). Den Gletschersee am Fuß des Tasman Glacier oder die Okarito Lagoon kann man im Rahmen einer Bootstour entdecken.

(Jenny Menzel)

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