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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Ein kleiner Schritt für Mahia, aber ein großer für Neuseelands Raumfahrtindustrie

Das verschlafene Nest Mahia, zwei Fahrstunden nördlich von Napier an der Ostküste der Nordinsel, ist Durchreisenden bisher nur durch seine grünen Hügel mit den niedlichen Schafen aufgefallen. In Zukunft könnte man hier eine Startrampe für Weltraumraketen in die Höhe ragen sehen.

Der neuseeländische Selfmade-Unternehmer Peter Beck will mit seiner Firma „Rocket Lab“ 350 Millionen US-Dollar in den Bau einer Startrampe investieren. Und er hat bisher beeindruckende Arbeit geleistet: Nur zwei Jahre nach der Unternehmensgründung hat „Rocket Lab“ bereits einen Raketen-Prototypen, die „Atea 1“, ins All geschossen; von einer Startplattform auf der in Privatbesitz befindlichen Great Mercury Island nahe Coromandel.

Ohne großangelegte Marketingmaßnahmen überzeugte die kleine neuseeländische Firma Großinvestoren wie den amerikanischen Giganten Lockheed Martin. Ihre speziell entwickelte Technologie für die kleinen, leichtgewichtigen Electron-Raketen wird nun auch von der NASA benutzt.

Während eine herkömmliche Weltraumrakete bis zu 200 Millionen US-Dollar kostet, kann „Rocket Lab“ für nur knapp 9 Millionen US-Dollar eine energieeffiziente und nur kühlschrankgroße Rakete bauen und ins All schießen. Die Teile ihres erfolgreich getesteten Rutherford-Antriebs stammen vollständig aus 3D-Druckern. Mit dieser schlanken Technologie könnte eine Last von 150 Kilogramm mit weniger Treibstoff in den Orbit befördert werden, als ihn eine Boeing 737 für die Strecke von L.A. nach San Francisco verbraucht. Einen kleinen Satelliten zu starten, wäre bei „Rocket Lab“ schon ab 70 000 US-Dollar möglich. Es gibt sogar schon ein Online-Buchungssystem für Nano-Satelliten.

Neuseelands Regierung unterstützt die aufstrebenden Pläne des Kiwi-Unternehmers mit ganzer Kraft. Als abgelegene Pazifik-Insel erfüllt Neuseeland die Sicherheitsbestimmungen der FAA und bietet guten Zugang zu mehreren Erdumlaufbahnen. Auch die Einwohner von Mahia und die Besitzer der Onenui-Farm gaben ihre Zustimmung. Selbst die Maori der Ngati Rongomaiwahine sind begeistert – immerhin sind sie selbst mit Hilfe der Sterne von Hawaiki hierher nach Neuseeland gekommen.

Ist es verrückt, Neuseeland als neuen Standort der Raumfahrtindustrie zu denken? Vielleicht. Aber die Neuseeländer waren schon immer gut darin, verrückte Sachen zu erfinden, clever zu improvisieren und vermeintlich Unmögliches einfach anzugehen. „Wir waren schon immer Vorreiter in Sachen Nischenindustrien. Wir stellen keine Massenprodukte her, wir machen keinen langweiligen Kram. Wir machen die richtig komplizierten, hochwertigen Sachen“, so brachte es der neuseeländische Wissenschaftler Paul Callaghan auf den Punkt.

Natürlich hofft man in Mahia auch auf steigende Besucherzahlen durch „Raketentourismus“. Die berühmte Ruhe und Zurückgezogenheit der Eastcoast wird sich davon aber nicht verändern – eher im Gegenteil: Wo sonst auf der Welt kann man an einem einsamen Strand entlangspazieren und dabei eine Rakete in den Himmel steigen sehen? Ende des Jahres 2016 soll es erste Teststarts geben, danach sind monatliche Raketenstarts geplant.

(Jenny Menzel)

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