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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Matamata: mehr als Hobbits

Zugegeben – international bekannt ist der 7500-Seelen-Ort am SH 27 etwa 60 Kilometer östlich von Hamilton erst, seitdem der neuseeländische Regisseur Sir Peter Jackson dort zwischen 1999 und 2000 über drei Monate seine Fantasy-Trilogie „Der Herr der Ringe“ drehte.

Genauer gesagt, dienten die grünen Hügel des Weidelands südlich von Matamata als Hintergrund für das von Hobbits bevölkerte „Auenland“. Das Vorbild für den Autor der Buchvorlage, J.R.R. Tolkien, waren zwar eher die sanften Hügel im englischen Devonshire gewesen, aber Sir Peter hatte bei einer Zugfahrt von Wellington nach Auckland eine Erleuchtung, als er die Agrarlandschaft des Waikato durch die Fenster sah.

Nach den Dreharbeiten wurde zunächst beschlossen, die 37 Hobbit-Löcher in ihrem grundlegenden Zustand auf dem Gelände zu belassen und für Besucher zugänglich zu machen. Später baute man sie für den Dreh der zweiten Filmtrilogie „Der Hobbit“ wieder auf und aus und machte „Hobbingen“ mitsamt einer Mühle am See und dem Bier ausschenkenden „Green Dragon Inn“ zu einer veritablen Touristenattraktion, in der heute mehr als zehn Gärtner dauerhaft mit der Erhaltung der Anlage beschäftigt sind.

Wer sich den Eintritt und den Touristenrummel sparen will, der heute täglich auf dem Gelände herrscht, der findet naturbelassene Auenland-Szenerien rund um Matamata. Auf der Fahrt nach Süden sieht man auf den Weiden nicht nur die aus dem „Herr der Ringe“ bekannten Schafe, sondern auch schwarzbuntes Milchvieh und viele reinrassige Rennpferde. Wer am frühen Morgen die Pferderennbahn besucht und den Pferden beim Aufwärmtraining zuschaut, der erlebt „rural NZ“ in seiner Reinform.

Matamata hat davon noch viel mehr zu bieten: etwa im „Firth Tower Historical Museum“, das in mehreren historischen Gebäuden rund um den 1882 errichteten Firth Tower angesiedelt ist. Wie Ende des 19. Jahrhunderts ein neuseeländisches Klassenzimmer, ein Gefängnis oder eine Arbeiter-Hütte aussahen, kann man hier anschaulich erleben.

Ursprünglich benannt nach einem „pa“ der Maori vom Stamm der Ngati Haua, wurde Matamata im Jahr 1865 vom Geschäftsmann Josiah Firth gegründet. Er pachtete von den Maori, mit denen er gut befreundet war, ein großes Stück Land für Ackerbau und Milchviehzucht, ließ eine Straße nach Cambridge anlegen und weitete den Waihou River aus, so dass er schiffbar wurde. Der nach ihm benannte Wasserturm in Matamata mit einem der ersten Betonfundamente ist der kleinere Bruder eines Turms im Stadtteil Mount Eden in Auckland, wo der erfolgreiche Firth ein großes Anwesen im gotischen Stil gekauft und ausgebaut hatte.

Zeugen einer noch wesentlich aufregenderen Vergangenheit sind die Wairere Falls einige Kilometer stadtauswärts – mit 153 Metern die höchsten Wasserfälle der Nordinsel. Die Felsenkante, von der das Wasser in die Tiefe stürzt, entstand bei einem Erdbeben, das die Ebene des Waikato aufriss und eine Stufe erzeugte: die Okauia Fault Line. Der Talboden, über dem sich die bewaldete Kaimai Range heute erhebt, sinkt jedes Jahr um einige Millimeter ab.

Beim steilen Aufstieg zu den Wasserfällen kommt man ordentlich ins Schwitzen. Entspannung bieten zum Glück die nicht weit entfernten „Opal Hot Springs“, in deren Thermalbecken sich die müden Muskeln wieder erholen können. In und um Matamata gibt es auch für Hobbit-Verächter viel zu erleben!

(Jenny Menzel)

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