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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Abenteuer-Sportart „Dam dropping“ – typisch Neuseeland

Skydiving, Bungee Jumping oder Wildwasser-Rafting kennt ja jeder. Aber wer traut sich, in einem flachen Kanu, geschützt allerhöchstens von einem Helm, eine mehr als acht Meter hohe Staumauer hinabzustürzen?

Am Waingongoro River in Taranaki wird genau das mit viel Spaß praktiziert. Ortsansässige rutschen schon seit vielen Jahren auf Booten oder flachen Plastikschlitten über die Kante des Staudamms in der Nähe des Örtchens Normanby, etwa fünf Kilometer östlich von Hawera.

Zahlreiche solcher Dämme zur Gewinnung von Elektrizität wurden Anfang des 20. Jahrhunderts in Neuseeland angelegt. Die Besonderheit des Normanby Dam: Das Kraftwerk hier ist seit den 1960er-Jahren nicht mehr in Betrieb, weil es durch eine Flut beschädigt wurde.

Abenteuerlustige Freizeitsportler können daher ganz – oder wenigstens relativ – ungefährdet die für ordentlich Adrenalin sorgende Fahrt über die Staumauer antreten. Inzwischen hat sich „dam dropping“ einen Ruf in der Backpacker-Gemeinde erarbeitet, und auch auf der Liste der „101 must dos for Kiwis“ des neuseeländischen Automobilclubs NZAA hat der Normanby Dam einen festen Platz.

Der Waingongoro River, der an den Hängen des Mount Egmont/Taranaki entspringt, fließt wenige Kilometer westlich von Hawera in die South Taranaki Bight. Für die Maori hat der Fluss, dessen Name mit „schnarchende Wasser“ übersetzt wird, große spirituelle Bedeutung. In den vergangenen Jahrzehnten erwarb er sich außerdem den traurigen Ruf eines der am stärksten verschmutzten Flüsse Neuseelands – kein Wunder, liegt er doch inmitten fruchtbarer Weiden und Äcker. Die umliegenden Farmen und Fabriken leiteten ihre Abwässer lange ungehindert und unreguliert in den Fluss.

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute zählt der Waingongoro River wieder zu den forellenreichsten Flüssen von Nord- und Südinsel, und wer sich unbedingt aus acht Metern Höhe in das schäumende Wasser stürzen will, der kann das – aus gesundheitlichen Gründen – ohne Bedenken tun.

(Ein ähnliches Erlebnis bieten die Okere Falls beim nicht weit entfernten Rotorua. Hier ergießt sich der Kaituna River über die Staumauer eines stillgelegten Kraftwerks, die ebenfalls von wagemutigen Kayakfahrern bezwungen werden kann.)

(Jenny Menzel)

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