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Die große Kiwi-Suche

Das Department of Conservation hat zusammen mit dem Verein „Kiwis for kiwi“ den gesamten Oktober zum „Save Kiwi Month“ ausgerufen. In dieser Zeit werden in ganz Neuseeland Spenden gesammelt und Info-Veranstaltungen durchgeführt. Beim „Great Kiwi Morning Tea“ am 16. Oktober kann jeder Neuseeländer seine Nachbarn und Freunde zu einem typisch neuseeländischen Frühstück einladen und erhält dafür Infomaterialien, um seine Gäste über den Schutz des Kiwi zu informieren.

Am wichtigsten ist jedoch die landesweite Kampagne „Quest for kiwi“: Während des gesamten Oktobers sind alle Neuseeländer (also „Kiwis“) dazu aufgerufen, nach Spuren von Kiwis (also den Vögeln) in ihrer Umgebung zu suchen. Ob mit dem Handy aufgenommene nächtliche Kiwi-Rufe, Fußabdrücke oder Kot, oder gar die Sichtung eines Tiers – die Plattform „NatureWatch NZ“ sammelt alle Meldungen und lässt sie anschließend von Wissenschaftlern abgleichen, um einen besseren Überblick über die tatsächliche Verbreitung von Kiwis in Neuseeland zu bekommen und Artenschutzmaßnahmen besser koordinieren zu können.

Über die putzigen flugunfähigen Vögel meinen die meisten Menschen, gut Bescheid zu wissen. Kiwis sind zum Beispiel fast blind, können dafür aber extrem gut riechen; sie sind die einzigen Vögel, die ihre Nasenlöcher an der Schnabelspitze haben, und sie finden damit sogar Nahrung, die sich unter der Erdoberfläche versteckt. Ihr Ei ist im Verhältnis zum Körper riesig (es nimmt 20 Prozent der Körpermasse der Henne ein, ein Straußenei dagegen nur zwei Prozent!), und sie leben dauerhaft mit ihrem Partner zusammen.
Aber kaum jemand weiß, dass Kiwis 50 bis 60 Jahre alt werden können, dass eine Kiwi-Henne bis zu 100 Eier in ihrem Leben legt, und dass es der Kiwi-Hahn ist, der über 90 Tage die Eier ausbrütet.

Und kaum jemand weiß, wie schlecht es um den Kiwi steht: Lebten vor 100 Jahren noch Millionen Kiwis in Neuseeland, sind es heute weniger als 70 000. Alle fünf Kiwi-Unterarten sind in ihrem Bestand gefährdet. Jede Woche werden etwa 21 Kiwis von eingeschleppten Raubtieren getötet. In Gebieten, die nicht vom DOC kontrolliert werden, erreichen nur fünf Prozent der Kiwis das Fortpflanzungsalter – während es in Naturschutzgebieten mit Raubtierkontrolle fast zwei Drittel schaffen.

Trotzdem: Jedes Jahr schrumpft die Kiwi-Population um weitere zwei Prozent – das entspricht 27 toten Kiwis pro Woche. Deshalb sind alle Neuseeländer aufgerufen, das National-Tier zu schützen und seinen Bestand zu retten.

Jeder Spenden-Dollar, der im Monat Oktober zum Schutz der Kiwis zusammenkommt, ist wertvoll. Das DOC braucht Geld für die Raubtierbekämpfung, für wissenschaftliche Recherche und Überwachungsprogramme, für Hundetrainings und für das Einsammeln von Kiwi-Eiern und Küken, die an gefährlichen Stellen gefunden werden.
In den letzten 20 Jahren haben mehr als 90 lokale Artenschutzprojekte schier Unglaubliches geleistet – den Kiwi vor dem Aussterben zu bewahren, ist immer noch möglich.

(Jenny Menzel)

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