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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Hokitika: kleine Stadt mit großem Namen

Mit nur 3450 Einwohnern sollte es das Städtchen an der abgelegenen Westcoast der Südinsel schwer haben, seinen Platz auf der nationalen Landkarte zu behaupten. Durch die Southern Alps ist es, wie alle Orte an der abgeschiedenen, regennassen Westküste, vom Rest der Südinsel fast komplett abgeschnitten. Trotzdem ist Hokitika, das etwa 40 Kilometer südwestlich von Greymouth am SH 6 liegt, bei vielen Touristen auf der ganzen Welt ein bekannter Name.

Das liegt nicht nur daran, dass Hokitika die einzige Siedlung an der gesamten Westcoast ist, die einen Strandzugang bietet. Hier legen schon seit den 1850er-Jahren Schiffe an und trotzen dabei der gefährlichen Strömung und der wilden Brandung, nicht immer erfolgreich.

Wie es anno dazumal in Hokitika aussah, kann man in dem Buch „The Luminaries“ (deutsch: „Die Gestirne“) von Buchpreisträgerin Eleanor Catton nachlesen, das eine unglaubliche Kriminalgeschichte in den Tagen des Goldrauschs am Hokitika River erzählt. Damals gab es hier über 100 Hotels und ganze drei Opernhäuser – Hokitika zählte mit seinen 6000 Einwohnern zu den größten Orten in ganz Neuseeland.

Nach Hokitika gelangt man zum Glück auch sicher über Land. Von Christchurch braucht man mit dem Auto nur etwa drei Stunden (früher dauerte es zu Pferd etwa drei Wochen). Und Hokitika ist auch die einzige Ortschaft an der Westcoast, die einen Flughafen hat und an das Streckennetz von Air New Zealand angebunden ist.

Das Bild vom Strand, wo Don Neale, ein Künstler aus Hokitika, vor der gigantischen Kulisse des Mount Cook/Aoraki jedes Jahr den Ortsnamen aus angeschwemmtem Treibholz neu in den Sand steckt, geht regelmäßig durch die sozialen Medien und hat es sogar in den einen oder anderen Reiseführer geschafft.

Don Neale ist ein typischer Einwohner Hokitikas: Hier leben ungewöhnlich viele Schriftsteller, Künstler, Jadeschleifer und Goldschmiede, die unermüdlich kreativ sind – vielleicht regt sie die wilde, urtümliche Landschaft rund um Hokitika an, vielleicht ist es die reiche Geschichte oder der viele Regen?

Jedes Jahr Ende Januar kann man ihr Schaffen beim „Driftwood & Sand Beach Sculpture Festival“ bewundern, wo direkt am Strand vielfältige Kunstwerke aus Treibholz entstehen. Im Winter wird die witzige „Junk2Funk Exhibition“ gezeigt, an der jeder Interessierte teilnehmen darf. In dem kleinen Ort gibt es wahrscheinlich mehr Galerien und Ateliers als im ganzen Rest des Landes.

Dass die kreative Gemeinde an der Westcoast sich selbst nicht allzu ernst nimmt und viel Sinn für Kiwi-Humor hat, zeigen sie der Außenwelt immer wieder mit witzigen Self-Branding-Ideen: In der Weihnachtszeit heißt das Städtchen regelmäßig „Ho Ho Hokitika“, im April 2015 zeigte das Ortseingangsschild während des Bauernfestivals „AgFest“ den Namen „Mookitika“, und als vor Jahren einmal ein Hockey-Turnier stattfand, taufte man den Ort fix in „Hockeytika“ um.

Klar, dass Don Neale, der Treibholz-Künstler, auch eine brillante Idee hatte, als im Juli 2016 das Smartphone-Spiel Pokémon Go die Welt überrollte: Für einige Stunden prangte am Ortseingang das Schild „HokiMon“.

(Jenny Menzel)

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