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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Dargaville: die „Hauptstadt der Süßkartoffel“

Zugegeben, die langgestreckten, rot-violetten Knollen sind durchaus lecker und überaus gesund. Aber sich als Weltzentrum des Kumara-Anbaus zu promoten, das fällt auch nur den Kiwis ein. Dabei blickt Dargaville, eine Stadt mit knapp fünftausend Einwohnern an der Nordwestküste der Nordinsel, auf eine beachtliche Geschichte zurück, wie man an den zahlreichen gut erhaltenen viktorianischen Gebäuden in der Stadt sehen kann.

Vor 150 Jahren war die Gegend eines der wirtschaftlichen Zentren Neuseelands. Hier wurde das wertvolle Holz der Kauri-Bäume in großem Stil gefällt und verarbeitet. Sogenannte „gum digger“ gruben in den Sümpfen nach dem fossilen, bernsteinähnlichen Harz der Bäume, das sich ebenfalls gewinnbringend verarbeiten ließ und deshalb „Northland gold“ genannt wurde.

Die Statue eines stolzen Mannes mit Zylinder im Stadtzentrum von Dargaville erinnert an die harte, entbehrungsreiche Arbeit dieser Männer und Frauen, die mehrheitlich aus Dalmatien, einer Region im heutigen Kroatien stammten. Mehr über das Leben der europäischen Siedler und der Maori erfährt man im „Dargaville Museum“.

Dessen großzügige Ausstellungsräume präsentieren neben einigen ansehnlichen Maori-Artefakten wie einem sechzehn Meter langen historischen Kriegskanu auch einige Schiffswracks. Neuseelands berühmtestes Wrack, das Neuseeland zeitweise in den Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit rückte, ist ebenfalls hier ausgestellt – oder wenigstens seine Masten.

Am 10. Juli 1985 wurde die „Rainbow Warrior“, das Flaggschiff der Umweltschutzorganisation Greenpeace e. V., bei einem spektakulären Bombenanschlag des französischen Geheimdienstes im Hafen von Auckland versenkt. Die Schiffsmasten wurden danach hierher, auf eine Anhöhe über der Stadt gebracht, wo sie nicht aufs Meer, sondern auf den träge dahinfließenden Wairoa River schauen. Das Wrack der „Rainbow Warrior“ selbst ruht jetzt in der Matauri Bay in 30 Metern Tiefe.

Mehr als einhundert weitere Schiffswracks findet man an den Untiefen am Baylys Beach, einem fast 90 Kilometer langen, schnurgeraden Strand. Die Küste vor Dargaville war vor allem zu Anfang des 20. Jahrhunderts ein Grab für vorbeifahrende Schiffe. Immer wieder blieben Segelschiffe, die am zeitweise größten Hafen Neuseelands ihre Ladung abholen oder anliefern wollten, auf der Sandbank von Kaipara hängen und sanken.

Und was hat es nun mit den Süßkartoffeln auf sich? Das erfährt man eindrucksvoll auf der Farm von Warren Suckling, dem selbst ernannten „Kumara King Ernie“. Der Besitzer der „Kumara Box“ hat über die Jahre ein Sammelsurium an Kumara-Erinnerungsstücken angehäuft. Wer mehr über den Anbau und die Kulturgeschichte der Süßkartoffel lernen will, kann sich von Ernie im „Kumara train“ mit dem Traktor über Kumara-Felder ziehen lassen, die von seiner Frau zubereiteten Kumara-Gerichte probieren und dabei den wilden Geschichten des Kumara-Königs lauschen.

Der lokale Stolz auf die süßliche Knolle ist nicht unbegründet: Aus der Region um Dargaville stammen 95 Prozent der neuseeländischen Kumara-Ernte. Allerdings handelt es sich dabei nicht mehr um die ursprünglich von den Maori angebaute Sorte, sondern um einen amerikanischen Import – nicht weitersagen!

(Jenny Menzel)

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