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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Moturoa/Rabbit Island vor Nelson: wenn der Name nicht hält, was er verspricht

Nördlich des sonnenscheinverwöhnten Städtchens Nelson, im südlichsten Knick der Tasman Bay, liegt Moturoa/Rabbit Island – die Kanincheninsel, wie wir unseren Kindern bereitwillig übersetzten. „Eine ganze Insel voller Kaninchen? Wie süß, das will ich sehen!“ Die Tochter war sehr enthusiastisch, und auch wir freuten uns auf eine Insel voller herumhoppelnder, kuscheliger Langohren.

Die nur etwa acht Kilometer lange und zwei Kilometer breite Insel liegt im Mündungsbereich eines breiten Flusses, des Waimea River – zwar schon richtig im Meer, aber das ist hier noch so flach, dass man die Entfernung bei Ebbe theoretisch auch zu Fuß überbrücken könnte.

Mit dem Campervan benutzten wir doch lieber die Brücke vom Festland. Sanddünen, breite Strände und knorrige Pinien sind alles, was man hier vorfindet – die im Inselinneren angepflanzten Pinienhaine sind traurige Überreste von einstigen Wäldern aus Manuka-Sträuchern und Totara-Bäumen. Der lange, flach abfallende Strand mit seinen hoch aufragenden Dünen ist nur tagsüber zugänglich, wie das gesamte „Rabbit Island Recreational Reserve“, das neben Rabbit Island auch die benachbarten Rough Island und Bird Island einschließt.

Über 800 Jahre lang sollen auf Rabbit Island Maori gesiedelt haben, heute ist das Inselchen unbewohnt. Wobei „unbewohnt“ nicht heißt, dass man bei einem Besuch keine Menschen antreffen würde – im Gegenteil. Die breiten, weißsandigen Strände waren voller fröhlicher Badegäste, als wir auf der Suche nach süßen Nagetieren hier eintrafen.
Die Tasman Bay wird jedes Jahr mit bis zu 2400 Sonnenscheinstunden verwöhnt, was Nelson und seine Strände zu den beliebtesten Badegelegenheiten der Südinsel macht. Wir sahen zwar kaum Touristen, trafen aber dafür viele Einheimische aus dem nahegelegenen Richmond, aus Motueka oder Wakefield. Lärmend und lachend lagerten sie im Sand und auf der riesigen Rasenfläche mit BBQ-Grills und Picknickbänken.

Wer nicht in Bade-Outfit war, der war mit dem Rad unterwegs; die Insel ist nämlich Teil des „Tasman Great Taste Trail“, einem Radweg, der von Richmond nach Motueka führt. Einige Pferde mit Reitern zogen ebenfalls in gemächlichem Schritt vorbei und überholten dabei schwitzende Jogger. Sie kamen von der benachbarten Rough Island, einem echten Reiter-Paradies: Von einer Cross-Country-Reitstrecke über Sprunganlagen bis zu Arenen zum Schaureiten wurde hier an alles gedacht.

Die Kinder planschten freudig im flachen Wasser, sie bestaunten die Pferde und die coolen Mountainbiker – aber irgendwann fiel ihnen doch etwas auf. „Wo sind denn die Kaninchen?“ Ratlos hoben wir die Schultern. Auf Rabbit Island gibt es viel zu entdecken, aber auf Kaninchen hofft man wohl vergeblich.

(Jenny Menzel)

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