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Gottfried Lindauer: einer der berühmtesten neuseeländischen Künstler

Vom 22. Oktober 2016 bis zum 19. Februar 2017 wird in der Auckland Art Gallery/Toi o Tamaki das Werk von Gottfried Lindauer gezeigt – einem Künstler, dem mit seinen Porträts von Maori am Ende des 18. Jahrhunderts die Anerkennung als wichtigsten historischen Maler Neuseelands gebührt. Außerhalb Neuseelands ist Lindauers Werk bis heute nahezu unbekannt.

Die eindrucksvollen Figuren der traditionell gekleideten, oft mit fantastischen Gesichtstattoos („moko“) bedeckten Maori-Häuptlinge, -Krieger und -Frauen sind auf über 120 Porträts unglaublich detailliert in Öl verewigt. Das sind wesentlich mehr Bilder, als in der 2014/15 gezeigten Ausstellung der Berliner Alten Nationalgalerie zu sehen waren.

Ergänzt wird die faszinierende Bilderschau von Fotografien und Artefakten zum Leben und künstlerischen Wirken Lindauers sowie von einem spannenden Sonderbereich, wo anhand eines direkten Vergleichs zwischen einem Original und einer Fälschung gezeigt wird, wie Lindauer gearbeitet hat.

Solcher Ruhm über mehrere Jahrhunderte hinweg hatte Gottfried Lindauer sicherlich nicht vorgeschwebt, als er 1874, mit 35 Jahren, im Hafen von Wellington ankam. Der studierte Maler aus Böhmen war auf der Flucht vor der Einziehung zum Militärdienst aus Wien über Hamburg nach Neuseeland emigriert.

Ursprünglich hatte Lindauer vornehmlich religiöse Motive und Fresken für österreichische Kirchen gemalt. Eines seiner ersten Porträts war das des Bischofs von Budweis, der den Künstler daraufhin für 1,5 Jahre in seine Stadt einlud.

In Neuseeland spezialisierte sich Lindauer schnell auf die Porträtierung von Maori und widmete der minutiösen Darstellung ihrer traditionellen Kleidung, den Schmuckstücken, Waffen und Tattoos seinen ganzen Eifer. Wie so eine Porträtsitzung ablief, hat Paula Morris in ihrem Roman „Rangatira“ beschrieben, dessen Cover passenderweise ein Werk Lindauers zeigt.

Lindauer hatte das Glück, bald nach seiner Ankunft in Neuseeland auf Henry Partridge zu treffen, der sich wie er für die indigene Bevölkerung Neuseelands interessierte und die Kultur der Maori bewahren wollte. Bald zählte Lindauer zahlreiche einflussreiche Maori zu seinen Kunden, die alle Porträts bei ihm in Auftrag gaben.

Diese Werke waren bis zu ihrer Verleihung an die Berliner Alte Nationalgalerie und an die Westböhmische Galerie in Lindauers Geburtsstadt Pilsen noch nie außerhalb Neuseelands. Ja, sie durften nicht einmal innerhalb Neuseelands ausgestellt werden, wenn nicht jedes Mal das Einverständnis der Familien der Abgebildeten vorlag. Tatsächlich fanden sich einige von Lindauers Porträts erst nach einem Aufruf der Auckland Art Gallery vor einem Jahr an, der die neuseeländische Bevölkerung darum bat, in Schuppen und Lagerräumen nach noch nicht katalogisierten Bildern zu suchen.

Lindauer starb 1926 als hochangesehener Bürger von Neuseeland im hohen Alter von 87 Jahren in Woodville nahe Wellington, wo er auf dem Old Gorge Cemetery begraben liegt. Die dankbaren Neuseeländer haben nach ihm ihren beliebtesten Schaumwein benannt.

Die Ausstellung „The Maori Portraits. Gottfried Lindauer’s New Zealand“ in der Auckland Art Gallery kann kostenlos besucht werden.

(Jenny Menzel)

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