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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Taihape – Gummistiefel und noch mehr

Wo bitteschön liegt Taihape? Das 1600-Seelen-Städtchen im ländlichen District Rangitikei auf der Nordinsel hat seine einstige Bedeutung als Wirtschaftszentrum und Transportknotenpunkt für die umliegenden Farmen und Siedlungen seit dem Ende der 1960er-Jahre zusehends verloren.

Heute kennt zwar jeder Neuseeländer Taihape, aber vor allem aus mehr oder weniger guten Witzen, die sich alle auf die abgeschiedene, isolierte Lage des Ortes beziehen. Taihape liegt in einem Tal vor der Bergkette der Ruahine Range, umgeben von fruchtbarem, aber kaum besiedeltem Hochland.

Der Ort, der 1894 gegründet wurde, war damals so schwierig erreichbar, dass sämtliche Produkte der umliegenden Farmen auf Pferderücken und auf Ochsenkarren über einen steilen, kurvigen Pfad ins östlich gelegene Napier gebracht werden mussten. Die asphaltierte, aber immer noch kurvige Gentle Annie Road, heute Taihape Road, führt noch heute in diese Richtung.

Die North Island Main Trunk Railway Line führt schon seit den 1980er-Jahren nicht mehr an Taihape vorbei. Aber wenigstens auf dem nationalen Highway SH 1 erreicht man Taihape in kurzer Fahrzeit, zumindest von Norden und Süden.

Damit die Touristen ihre Durchreise nicht nur für eine kurze Pinkelpause unterbrechen, haben sich die Einwohner von Taihape Gedanken gemacht. In typisch neuseeländischer Manier nahmen sie ihr hinterwäldlerisches Image und drehten es selbstbewusst herum.

Das Wahrzeichen der „einfältigen Landbevölkerung“ ist in Neuseeland der Gummistiefel. Seit 1985 zelebriert man daher in Taihape einmal im Jahr den „Gumboot Day“, worauf der große Wellblech-Stiefel am Ortseingang sehr deutlich hinweist. Tatsächlich kommen jeden März Besucher in das abgeschiedene Örtchen, um sich im Gummistiefel-Weitwurf, einer für Neuseeland typischen, aber nicht einzigartigen Sportart zu messen. Es gibt Ausscheidungen in allen erdenklichen Altersklassen und Disziplinen, vom Weitwurf über Eierlaufen bis zum Gummistiefel-Kunstwettbewerb.

Wer an einem anderen Tag nach Taihape kommt, muss nicht traurig sein: Auf der „Gumboot throwing lane“ hinter dem Einkaufszentrum des Ortes kann man an jedem Tag des Jahres den Gummistiefelweitwurf üben – der Männer-Rekord liegt bei 38,55 Metern.

Da Taihape lange ein Eisenbahnzentrum war und viele Familien eng mit dem Schicksal der Eisenbahngesellschaft verbunden waren, wollte man dem Ort diesen Ruf erhalten. Mit Unterstützung des Rotarier-Clubs wurde die Drehscheibe, dank der Züge früher nach Taihape fahren und dort wenden konnten, zurückgekauft und neu installiert. So fahren auch heute noch Sonderzüge auf das Hochplateau von Taihape und wieder hinunter.

Die alte Eisenbahn-Dampfpfeife, die eine Baufirma im Ort dreimal täglich als lautes „Rauchpausen-Signal“ ertönen lässt, hat dagegen mit einem Eisenbahnsignal nichts zu tun und erschreckt regelmäßig Touristen, die sich vergeblich nach einer durchfahrenden Dampflok umsehen.

(Jenny Menzel)

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