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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Wird Neuseelands Natur bald kostenpflichtig?

Immer mehr Touristen kommen nach Neuseeland. Und das, was sie dort vor allem tun wollen, ist: die wunderschöne Natur entdecken. Für sein dichtes Netz an gut gepflegten und instandgehaltenen Wegen, Hütten und Versorgungseinrichtungen ist Neuseeland international unter Naturfreunden bekannt und beliebt.

Immer mehr Touristen bedeuten aber auch eine immer stärkere Auslastung der Wanderwege. Vor allem die „Great Walks“, die vom Tourismusministerium als die schönsten und eindrucksvollsten Wanderwege Neuseeland beworben werden, ähneln in der Hauptsaison regelrechten Ameisenpfaden. Die Hütten und Campingplätze auf den Great Walks, auf denen man zwischen drei und fünf Tagen unterwegs ist, sind vom ersten Tag der Saison an über Monate komplett ausgebucht. Ein Naturerlebnis in erhabener Einsamkeit, wie es die Werbefilmchen versprechen, ist schon lange nicht mehr möglich.

Immer mehr Touristen bedeuten auch immer höhere Kosten für die Instandhaltung und Pflege der „Great Walks“; Geld, das das Umweltministerium DOC viel lieber dafür einsetzen würde, bedrohte Tierarten wie den Kiwi oder den Maui-Delfin zu erhalten oder gegen die Baumkrankheit „Kauri dieback“ zu kämpfen.

Lou Sanson, Direktor des DOC, hat deshalb einen kontroversen Vorschlag: Wenn es nach ihm geht, soll das Wandern auf den „Great Walks“ für Touristen kostenpflichtig werden. Immerhin kommen teilweise fast 70 Prozent der Wanderer aus dem Ausland, und die Zahlen steigen jedes Jahr weiter. Eine Gebühr von 100 NZD für Ausländer und 60 NZD für Neuseeländer trifft aber nicht überall auf Zustimmung. Die Trennung von „guten“ und „schlechten“ Wanderern ist nicht nur moralisch fragwürdig; sie würde auch zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeuten.

Das Jedermannsrecht, die Natur kostenlos zu betreten und zu nutzen, gehört zu den Grundrechten und Privilegien, auf die Neuseeländer stolz sind. Für die Natur, die doch allen gehört, bezahlen müssen – für viele undenkbar. Rechtlich ist es in Neuseeland derzeit auch gar nicht möglich, einen generellen Eintritt in Nationalparks zu verlangen; genauso wenig, wie man eine Höchstzahl an Besuchern festlegen kann. Und für die Nutzung der Hütten und Campsites auf den „Great Walks“ und vielen anderen Wegen zahlen Wanderer ja sowieso schon; diese Gebühren müssten eben nun angehoben werden.

Die Frage, die immer wieder gestellt wird: Warum unterstützt nicht der Staat das Umweltministerium mit mehr Geld, je mehr Touristen ins Land kommen? Bisher ist davon nichts zu bemerken; im Gegenteil: Jedes Jahr beklagt das DOC erneut Kürzungen seines Etats für den Umwelt- und Artenschutz. Ohne eine intakte neuseeländische Natur wird auf lange Sicht aber keiner der Great Walks attraktiv für Besucher bleiben.

(Jenny Menzel)

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