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Gisborne an der East Coast: zu Unrecht übersehen

Ein Aufschrei der Entrüstung ging durch die Einwohnerschaft von Gisborne, als sie Mitte Dezember ihre Tageszeitung aufschlugen: Der neuseeländische Automobilclub, der jedes Jahr einen Reiseführer mit den besten Orten in Neuseeland für Einheimische und Touristen herausgibt, hat in seiner neuesten Ausgabe von „101 Must Do’s for Kiwis“ Gisborne komplett übersehen.

Gisborne, von seinen Fans liebevoll „Gizzy“ genannt, taucht weder als besonderes Reise-Highlight auf, noch wird es überhaupt als Ferienziel oder als Region mit interessanten Plätzen aufgelistet. Ein starkes Stück, finden nicht nur die Einwohner von Gisborne.

Immerhin findet der renommierte „Lonely Planet“-Reiseführer überaus lobende Worte für die größte Stadt an Neuseelands Ostküste. Er beschreibt Gisborne als „eingebettet zwischen Strände zum Surfen und ein Meer aus Chardonnay“, als „guten Ort, um für ein paar Tage die Füße hochzulegen, zum Strand zu gehen und Wein zu schlürfen“. Da hat er Recht: Ob am Waikanae Beach, am Wainui Beach oder Midway Beach, Gisbornes Strände sind bei Surfern in der ganzen Welt bekannt für ihren guten „swell“.

Wer nicht auf Salzwasser steht, der kann an der Rere Rockslide, etwa 40 Minuten von Gisborne im Inland, auf einer 60 Meter langen natürlichen Felsenrutsche seinen Mut beweisen. Noch exklusiver ist der Geheimtipp Tatauri Bay: Hier kann man zahme Stachelrochen füttern, die bei Ebbe an den Strand geschwommen kommen, und am nahen Riff tauchen gehen.

Gisborne ist aber nicht nur ein netter Platz zum Entspannen. Hier wurde neuseeländische Geschichte geschrieben, als Kapitän James Cook im Jahr 1769 seinen Fuß hier am Kaiti Beach auf festen Boden setzte – am ersten Punkt in ganz Neuseeland. Ein Obelisk an genau der Stelle, mehrere nach Cook benannte Straßen und eine eher peinliche Statue (die nämlich gar nicht wie der Kapitän aussieht) erzählen, wie stolz man in Gisborne darauf ist. Auch der Name der weißen Klippen am „Young Nick’s Head“ stammt aus dieser Zeit: Sie waren das erste, was der Schiffsjunge Nick vom neuseeländischen Festland erblickte.

Gisborne ist auch die erste Stadt auf dem neuseeländischen Festland – und damit der ganzen Welt! –, die jeden Morgen die Sonne aufgehen sieht. Beim weltberühmten Musikfestival „Rhythm and Vines“ wird genau das von tausenden tanzenden jungen Menschen gebührend gefeiert, die in Gisborne den Jahreswechsel zelebrieren.
Auch die Maori schätzten die Gegend des heutigen Gisborne und nannten sie Tairawhiti („die Küste, wo die Sonne über das Wasser scheint“). Ihre Kanus landeten schon im Jahr 1300 hier. Ein Denkmal an der Ecke von Gladstone Road und Customhouse Street erinnert an die ersten Entdecker. Schaut man vom Kaiti Hill hinab auf die Stadt und auf die weite Biegung der Poverty Bay mit dem bildschönen Waikanae Beach, steht man an der Stelle, wo einst ein befestigter „pa“ lag.

Vielleicht hat die Poverty Bay mit ihrem Namen die ahnungslosen Redakteure des AA-Guides abgeschreckt? In Wirklichkeit ist diese Region nicht arm, sondern besonders fruchtbar. Das beweisen zahlreiche Weingüter, die rund um Gisborne hervorragenden Chardonnay, Gewürztraminer und Pinot Gris anbauen. „Bushmere Estate“ oder „Kirkpatrick Estate“ bieten geführte Wanderungen über ihre Weinberge, Weinverkostungen oder exklusive Mehrgänge-Menüs mit passenden Weinen für Gourmets aus der ganzen Welt an. Und wer nicht auf Wein steht, der verkostet einfach das vor Ort gebraute Bier der „Sunshine Brewing Company“.

Dass die Aufzählung von „Things to do“ hier endet, heißt nicht, dass Gisborne nicht noch wesentlich mehr zu bieten hätte. Die Redaktion des NZAA sollte jedenfalls in der nächsten Ausgabe ihres Guides lieber mehrere Seiten für „Gizzy“ freihalten!

(Jenny Menzel)

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