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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Sparky, der einbeinige Kiwi

Jeder Neuseeland-Reisende freut sich darauf, mal einen echten Kiwi zu sehen. Die Chance, dass man zufällig im Wald einem der seltenen nachtaktiven Vögel begegnet, ist aber sehr gering. Und auch wer mit einem fachkundigen Guide nachts durch den Regenwald zieht, bekommt höchstens eine Ahnung von einem Kiwi zu sehen: einen raschelnden Schatten, der meterweit entfernt durch das Buschwerk schnuffelt.

Bleibt also nur der Gang in ein „Kiwi House“. An mehreren Orten in Neuseeland kann man hier seltene einheimische Vögel und andere Tiere anschauen, die dort nachgezüchtet und oft als verletzte Wildtiere wieder aufgepäppelt werden. Hinter Plexiglasscheiben, in abgedunkelten Räumen, die nur flüsternd betreten werden dürfen, kann man dann Kiwis im dämmerigen Rotlicht zwar kaum sehen, aber immerhin ganz in Ruhe anschauen.

Nicht nur Touristen ergreifen diese Gelegenheit, um überhaupt mal eines der berühmten Nationaltiere in echt zu erblicken – auch für viele Neuseeländer ist das die erste und einzige Möglichkeit, Kontakt mit „ihrem“ Wappentier aufzunehmen. Kiwis mal anfassen, gar streicheln, wie man es auf Fotos von DOC-Rangern oder Mitarbeitern von Aufzuchtstationen neiderfüllt sieht? Geht nicht.

Geht doch! Im „Native Bird Recovery Centre“ in Whangarei lebt nun schon der zweite Kiwi, der sich nicht nur dazu überreden lassen hat, seinen Tag-Nacht-Rhythmus umzukehren, sondern der auch freundlich und geduldig tausende Kinderhände (und die scheuen Finger von Erwachsenen) an sich heranlässt, ohne mit seinem langen Schnabel zu hacken. Das können Kiwis nämlich sehr gut!

Snoopy, der als drei Monate altes Küken aus einer Possum-Falle gerettet worden war, lebte 15 Jahre und leistete als Botschafter für Artenschutz einen unglaublichen Dienst an seiner Spezies. Sein Handicap, ein fehlendes Bein, hinderte ihn nicht daran, zahllose Schulklassen zu besuchen und ihnen die Bedeutung von Kiwischutzprogrammen nahezubringen. Nach seinem Tod im Jahr 2007 wurde ihm der „Conservation Award“ des Umweltministeriums verliehen.

In den Fußstapfen (bzw. der einen Fußstapfe) von Snoopy folgt nun sein Nachfolger Sparky – dem erstaunlicherweise ebenfalls ein Bein fehlt. Er lebt seit 2002 bei Robert und Robyn Webb, den Gründern des „Native Bird Recovery Centre“. Von Whangarei aus sind Robert und Sparky immer wieder als publikumswirksame Botschafter in Neuseeland unterwegs.

Auch wenn ihm die eigens hergestellte und angepasste Beinprothese nicht passen wollte, ist Sparky doch der einzige Kiwi, der fliegen kann – witzelt Robert gern, denn er muss mit seinem Schützling oft ins Flugzeug steigen, um den Einladungen von Schulen und anderen Organisationen im Northland folgen zu können. Sparky darf dann in einem Pappkarton auf einem eigenen Sitz Platz nehmen. Gleich nach der Landung vergräbt er dann aber seinen Schnabel mit Inbrunst tief in der Erde, um leckere Würmer zu suchen.
Das „Native Bird Recovery Centre“ an der Maunu Road (SH 14) in Whangarei wird seit 1992 von Ehrenamtlichen betrieben, durch Spenden finanziert und gewährt Besuchern freien Eintritt in seine Aufzuchtstation. Geöffnet ist die Station montags und freitags von 13 Uhr bis 16:30 Uhr, dienstags bis donnerstags von 10 Uhr bis 16:30 Uhr.

Über eine persönliche Begegnung mit Sparky berichtet Jörg Buchholz in seinem Neuseeland-Blog.

(Jenny Menzel)

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