NewZealand Migration

 

Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

Leserfoto-Kalender Neuseeland 2017

 

Bestellen Sie den neuen Leserfoto-Kalender 2017 (Format: 500 mm x 350 mm) zum Preis von 24,95 €, Versand innerhalb Deutschlands kostenfrei, andere Länder zzgl. 3 €) risikofrei gegen Rechnung. Ansichten der Kalenderblätter und Bestellungen in unserem Shop.

 

 

 

Das aktuelle Heft ...

 ... oder ältere Hefte HIER bestellen!

Geschenkabo-Gutschein

Wenn Sie ein Geschenkabo bestellt haben finden Sie hier einen Gutschein für den Beschenkten.

 

360° Kanada

Kennen Sie schon unser Schwester-Magazin 360° Kanada?
Mehr erfahren Sie hier:

 

Werbung

Manukahonig, Wein und Bier, Schönes und Nützliches aus und um Neuseeland erhalten Sie beim

Neue Ortsnamen auf Neuseelands Südinsel

Wer mit altem Kartenmaterial durch Neuseeland reist, ist manchmal überrascht, wenn sich die Namen von Siedlungen, Flüssen oder Bergen geändert haben. Der Grund: In Neuseeland kann jeder Einwohner neue Namen für Orte vorschlagen, diese werden dann vom Rat für Geographie „Nga Pou Taunaha o Aotearoa“ geprüft.

Oft ist der Anlass für die Namensänderung die falsche Schreibung von Maori-Wörtern. Manchmal fühlen sich Menschen aber von historischen Ortsnamen auch beleidigt.

So wurden auf Antrag der Öffentlichkeit Ende 2016 drei als rassistisch eingestufte Ortsnamen in der Nähe von Arthur's Pass auf der Südinsel geändert. Alle drei – ein Fluss, ein Hügel und eine Hügelkette – sollten den nicht mehr zeitgemäßen Namensteil „Nigger“ verlieren, der seit Jahrzehnten als rassistisch und beleidigend gilt.

Der neue Fluss nahe Arthur’s Pass heißt fortan Pukio Stream, angelehnt an eine einheimische Gräser-Art, die in dieser Gegend wächst. Tawhai Hill über dem Lake Sumner hat seinen neuen Namen nach einer Buchen-Art bekommen, die auf der neuseeländischen Südinsel verbreitet ist. Und auch die neu benannten Kanuka Hills im Osten von Arthur‘s Pass haben ihren neuen Namen nach der Strauch-Art, die in dieser Gegend zahlreich verbreitet ist.

Louise Upston aus dem Ministerium für „Land Information“ meinte zu der Neutaufe, es wäre höchste Zeit gewesen: Die ursprünglichen Namen hätten eine Zeit widergespiegelt, deren Einstellungen zu diesem Wort deutlich anders waren als heute.

Die Namensänderung soll nicht als nachträgliche Geschichtsumschreibung missverstanden werden. Upton betonte, es wäre heute und auch in Zukunft offiziell vermerkt, dass diese drei Orte früher andere Bezeichnungen getragen haben. In der heutigen multikulturellen neuseeländischen Gesellschaft haben solche Wörter jedoch keinen Platz mehr auf der Landkarte und im öffentlichen Sprachgebrauch.

Bereits seit April 2016 war die Namensänderung diskutiert worden. Der Geografische Rat Neuseelands, der normalerweise dafür zuständig ist, hatte die Entscheidung an das Ministerium übertragen, weil es zahlreiche Gegenargumente gegeben hatte. Während einige Neuseeländer die ursprünglichen Namen als historisch erhalten wollten, hatten andere eigene Namensvorschläge gemacht, die ihnen passender erschienen.

In Zukunft wird es sicherlich auch für weitere Ortsnamen Änderungsvorschläge geben. So fließt an der Westcoast der Darkies Creek, der nach einem afroamerikanischen Goldsucher benannt ist. Obwohl sich Arthur „Darkie“ Addison damals wohl von dem Namenszusatz nicht beleidigt fühlte, sieht das für seine Nachkommen oder für andere Afroamerikaner heute anders aus.

Anders könnte man den streitbaren Swag Saddle, einen Gebirgspass bei Nelson, ansehen: Während „swag“ lange Zeit als Schimpfwort für Homosexuelle genutzt wurde, ist es heute ein sehr verbreitetes, positives Wort aus der Jugendsprache.

(Jenny Menzel)

 

Goto Top