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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Tradition der Maori: Kunsthandwerk („toi“)

Touristen lernen die Maori, die aus dem Pazifikraum stammenden Ureinwohner Neuseelands, vor allem als gruselig tätowierte, kriegerische Recken kennen. Bei kulturellen Veranstaltungen und bei den Rugby-Spielen der New Zealand All Blacks führen sie beeindruckend energische, kraftgeladene Versionen ihrer Haka-Tänze auf, die ursprünglich dazu dienten, den Gegner vor einem Kampf einzuschüchtern.

Die Maori-Kultur besteht aber aus viel mehr Elementen als dem Haka. Das kann man als Besucher heutzutage ganz einfach und sehr anschaulich erleben, wenn man sich von Maori-Kunsthandwerkern ihre Ateliers zeigen lässt. Ob es die Jadeschnitzer in Hokitika an der Westcoast sind, die Holzschnitzer in Te Puia bei Rotorua, die traditionellen „Moko“-Tätowierer oder auch moderne Künstler, deren Arbeiten in renommierten Galerien wie der Auckland Art Gallery gezeigt werden: Immer ist ihre enge Verbundenheit mit der sie umgebenden Natur und mit den Sagen und Mythen ihres Volkes und ihres Stammes zu erkennen.

Die immer wiederkehrenden Muster und Symbole repräsentieren die Triebspitzen des Silberfarns, Fischschuppen oder die Wellen des Meeres. Figuren wie der menschenähnliche „tiki“ oder der Wächter „manaia“ mit Schlangenkörper und Vogelkopf kommen ebenfalls regelmäßig vor.

Wer sich auskennt, der kann aus dem verwendeten Stil direkt auf den Stamm zurückschließen, aus dem der Kunsthandwerker stammt. Und nicht nur das: Die Muster und Symbole in den gewebten Matten, den Wandschnitzereien und den Tattoos übernehmen das Weitererzählen von Stammesgeschichten und Sagen der Vorfahren in einer Kultur ohne eigene Schrift.

Die verwendeten Materialien stammen ebenfalls direkt aus der Natur: Anhänger, Haarkämme und andere Schmuckstücke werden aus Knochen und Elfenbein von Walen oder aus „greenstone“ (Jade) geschnitzt, traditionell durften das nur Männer tun. Körbe, Matten und Schalen, aber auch Fischernetze, Schuhe und warme Kleidung werden aus „harakeke“ oder „New Zealand flax“, einer in Neuseeland endemischen Pflanze geflochten und gewebt.

Die hohe Kunst des Webens von Wandbehängen und festlichen Umhängen („korowai“) aus den Federn von Kea, Kiwi und anderen Vögeln war wie das Flechten den Maori-Frauen vorbehalten. Die Mäntel, die nur von großen Häuptlingen getragen werden durften, kann man heute in mehreren Museen in Neuseeland bewundern.

Nicht nur zuschauen, sondern mitmachen, das geht auch: Immer mehr Maori möchten Besuchern die Vielfalt ihrer kulturellen Traditionen zeigen und sie so bewahren. So kann man etwa in Hokitika bei „Bonz‘n Stonz“ unter fachkundiger Anleitung von Kunsthandwerkern seinen ganz persönlichen Anhänger aus „greenstone“ schnitzen und bei Touren auf der Nordinsel (zum Beispiel mit „Whangarei Tours“) das „flax weaving“ üben.

Am beliebtesten bei Neuseeland-Besuchern ist die Maori-Kunst des Tätowierens: „ta moko“. Während kaum jemand ein traditionelles Gesichtstattoo tragen möchte, stehen Motive wie das Silberfarn oder von Maori-Kunst inspirierte Tribals hoch im Kurs. Gute Tattoo-Studios finden sich im ganzen Land, und einige tätowieren auf Wunsch auch auf die althergebrachte, schmerzvolle Art: mit Meißeln aus Albatros-Knochen und Farbe aus verbranntem Kauri-Harz.

(Jenny Menzel)

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