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2016 war ein Rekordjahr für den Neuseeland-Tourismus

Die offiziellen Zahlen sind da, und das neuseeländische Tourismusministerium ist begeistert: 2016 war ein Rekordjahr in Sachen Besucherzahlen. Wieder einmal, möchte man bewundernd, aber auch mit zunehmender Besorgnis feststellen.

1,8 Millionen Urlauber kamen im Jahr 2016 nach Neuseeland, insgesamt reisten 3,5 Millionen Menschen ins Land. Das sind 16,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Reiseveranstalter, Hoteliers und Gastwirte freuen sich, denn die internationalen Gäste geben im Durchschnitt 3 900 NZD während ihres Aufenthalts aus. Auch für den neuseeländischen Arbeitsmarkt ist das gut, in der Reiseindustrie arbeiten inzwischen fast 200 000 Menschen.

Der Tourismus gilt inzwischen als Neuseelands wichtigstes Exportgut, mehr als 14 Milliarden NZD wurden damit im vergangenen Jahr umgesetzt.

Die Kehrseite der Medaille bemerken alle, die Neuseeland in der Hauptsaison bereisen – und das sind nicht nur internationale Gäste, sondern vermehrt Kiwis, die ganz traditionell im eigenen Land ihre Schulferien verbringen wollen und wegen der vielen Besucher kaum mehr Plätze auf Campingplätzen oder am Strand finden.

Rund um den Abel Tasman National Park war im Dezember 2016 so viel los, dass buchstäblich kein Plätzchen mehr frei war – weder auf Campsites noch in Hotels. Die Infrastruktur ist auf den steilen Anstieg der Gästezahlen nicht ausgerichtet; das beginnt bei zu kleinen Parkplätzen und zu wenig Hotels und endet noch lange nicht bei den schmalen, schlecht ausgebauten Straßen, auf denen langsam und unsicher fahrende Touristen in Miet-Wohnmobilen zum Verkehrshindernis oder gar zum Risiko werden.

Wenn Reisende, die nicht lange vorgebucht haben, dann zum letzten Strohhalm greifen und illegal „freedom camping“ machen, kocht der Zorn der genervten Anwohner hoch. Und das kann man ihnen angesichts überquellender Mülleimer und nächtlichem Motorenlärm nicht verübeln.

Immer mehr Neuseeländer geben in Umfragen an, dass sie dem Zuwachs der Besucherzahlen skeptisch gegenüberstehen. Besonders in Sachen Verkehrssicherheit und Umweltschutz werden Touristen in den neuseeländischen Medien zunehmend als Störenfriede dargestellt. Das könnte sich über kurz oder lang sogar auf die vielgerühmte neuseeländische Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber Besuchern auswirken.

Die neuseeländische Tourismusbehörde hat inzwischen ihre Strategie umgestellt. Sie will Gäste aus Übersee gezielt in der Nebensaison nach Neuseeland locken und sie dort für Regionen interessieren, die bisher wenig bereist werden. Im letzten Jahr wurde das komplette Budget für solche Kampagnen ausgegeben, und auch im kommenden Jahr ist dies das Ziel. Aber ob das genügt?

Die Besucherzahlen vor allem aus asiatischen Ländern wie China und Indien sind stetig im Steigen begriffen, mit Zuwächsen von bis zu 40 Prozent jährlich. Gerade aus diesen Ländern kommen außerdem bisher hauptsächlich Reisegruppen. Die sind nicht eben geneigt, vom Hauptstrom der Touristenmassen abzuweichen. Allein während der zweiwöchigen Ferienzeit während des chinesischen Neujahrsfestes, die mit den neuseeländischen Schulferien zusammenfielen, wurden mehr als 30 000 Besucher aus China erwartet.

Wird das so weitergehen? Kann das überhaupt so weitergehen? Wir blicken mit Spannung, aber auch mit Sorge nach Neuseeland und hoffen, dass sich das Land nicht unter dem Ansturm der Besuchermassen so verändert, dass sein unvergleichlicher Charme verloren geht.

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