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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Kiwi-Klassiker: Cricket

Was ist der Nationalsport der Neuseeländer? Während viele hier gleich an die beeindruckenden Muskelmänner der „New Zealand All Blacks“ denken und automatisch „Rugby!“ sagen würden, ist doch eine andere Sportart wesentlich weiter verbreitet unter den Kiwis.

Mehr als 100.000 Menschen sind in Neuseeland offiziell registrierte Cricket-Spieler. Damit ist die Sportart wesentlich populärer als Tennis oder Golf (oder gar Fußball).

Wie auch das prominente Rugby wurde Cricket, das „gentleman’s game“, von den Engländern mitgebracht. Im Rest der Welt nahezu unbekannt, gilt Cricket bis heute in vielen Ländern des (ehemaligen) Commonwealth als Nationalsport: etwa in Australien, Südafrika, Indien, Pakistan, Sri Lanka und eben auch in Neuseeland, das die englische Queen nach wie vor als Staatsoberhaupt akzeptiert.

Schon im Vorschulalter werden die Kinder in die Spielregeln eingeführt, in Grundschulen steht Cricket oft auf dem Sportunterrichts-Lehrplan. Zu einem traditionellen Kiwi-Sommer gehört eine Partie Cricket mit der Familie oder mit Freunden – ob sie nun auf einer Wiese im Park, im Hinterhof oder am Strand ausgetragen wird.

Das Praktische an Cricket: Man spielt es draußen und braucht kein besonders ausgerüstetes Spielfeld. Klar, dass sich das Spiel in Neuseeland so weit verbreitet hat – Platz ist hier mehr als genug.

Die Regeln erinnern an Baseball: Der „bowler“ versucht, den kleinen, dunkelroten Lederball möglichst so geschickt zu werfen, dass ihn der „batsman“ nicht wegschlagen kann. Gelingt diesem das doch, müssen die anderen Feldspieler den Ball so schnell wie möglich zurückbringen.

Die „batsmen“ stehen einander gegenüber auf einem kleinen Streifen des ovalen Feldes, dem „pitch“, hinter sich ein kleines Tor mit drei Beinen, das „wicket“. Die elf Mann starken Mannschaften sind immer abwechselnd dran und können nur in ihrem eigenen „innings“ Punkte erzielen. Da ein „innings“ erst endet, wenn alle Mannschaftsmitglieder einmal den „batsman“ gegeben haben, kann eine Cricket-Partie auch einen ganzen Tag dauern. Nicht zuletzt deshalb sind beim Cricket ganz offiziell Mittags- und Teepausen vorgesehen.

Klassische Cricket-Turniere sind (für Nicht-Fans) enorm unspektakulär und können sich über mehrere Tage hinziehen. Meisterschaften zwischen internationalen Mannschaften dauern dann mehrere Wochen. In den 1960er-Jahren wurden Regeln für kürzere Partien eingeführt, damit Fernsehübertragungen Sinn machten. Dieses „One-Day Cricket“ oder gar das noch schnellere „Twenty20 Cricket“ wird von Puristen immer noch kritisch beäugt.

Neuseelands Nationalmannschaft, die „Blackcaps“, konnte ihren treuen Fans in den letzten Jahren leider kaum Trophäen präsentieren. Vorbei sind die goldenen 1980er-Jahre, in denen Richard Hadlee als bester Cricket-Allrounder der Welt galt. Zu den letzten großen Triumphen der Neuseeländer gehört der Sieg im „Mini-Weltcup“ in Kenia im Jahr 2000.

In ihrer Freizeit spielen die Kiwis Cricket mit vereinfachten Regeln. Das sogenannte „backyard cricket“ kennt fast jeder Neuseeländer. Der „pitch“ wird dann oft mit Wäscheleinen abgespannt und liegt direkt neben dem BBQ-Grill, an dem sich die Spieler mit den Zuschauern mischen. Spielt man Cricket am Strand, wird das „wicket“ aus Treibholz gebaut.

Wie in der Profi-Liga dauern aber auch diese Partien gern bis in die Abenddämmerung.

(Jenny Menzel)

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