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Hokitika: auf der Suche nach „pounamu“

Wo in Neuseeland könnte man besser nach „greenstone“, der berühmten neuseeländischen Jade, suchen als in Hokitika? Das Städtchen an der Westcoast hat eine lange Geschichte – nicht nur Goldsucher aus Europa wurden hier fündig, auch die Maori kamen seit Jahrhunderten von der Ostküste Neuseelands hierher gewandert, um an den Flüssen und Stränden nach „pounamu“ zu suchen. Jade war und ist für sie wertvoller als Gold.

Ein Schmuckstück aus „greenstone“ ist ein beliebtes Mitbringsel von einer Neuseeland-Reise. Wer Wert auf echte, in Neuseeland gefundene Jade legt, der muss etwas Geld investieren – oder Zeit. In Hokitika gibt es etliche Kunsthandwerker, die in eigenen Ateliers und Geschäften selbst gefertigte Schmuckstücke anbieten. Entweder man sucht sich hier etwas aus, oder man legt selbst Hand an und schleift – mit fachkundiger Hilfe – aus einem rohen „greenstone“ eine Tiki-Figur oder Ähnliches.

Anstatt dabei auf die im Workshop vorrätigen Steine zurückzugreifen, kann man die Sache auch komplett selbst in die Hand nehmen und allein auf die Suche nach „greenstone“ gehen. Die Maori, die das seit Jahrhunderten tun, wissen am besten, worauf man achten muss, um zwischen den zehntausenden grauen, runden Steinen fündig zu werden: Die Grundregel ist, an Fluss- oder Meeresufern immer der Wasserlinie zu folgen. „Greenstone“ liegt zwar nicht nur dort, wo es nass ist, aber durch das Wasser wird seine grüne Farbe eher erkennbar.

Der beste Zeitpunkt ist nach der Flut und nach Sturm und Regen; dann hatte das Wasser Gelegenheit, viele neue Steine ans Ufer zu spülen. Am Strand oder Flussufer läuft man dann langsam entlang und schaut im flachen Wasser nach solchen Exemplaren, die mehr als andere glänzen. Ansonsten gibt sich „pounamu“ äußerlich kaum zu erkennen: Die Steine können jede Form, Größe und Farbe haben, wenn sie trocken sind.

Mit Hilfe von Sandpapier kommt man verdächtigen Steinen auf die Schliche; einfach ein paar Sekunden schrubbeln und schauen, ob dabei weißes Gesteinspulver abgerieben wird. Spült man dieses ab, zeigt der Stein seine grüne Innenfarbe. Die Bestätigung bekommt man, wenn man den abgeschmirgelten Stein in der Hand oder an die Stirn reibt: Das Körperfett poliert die Oberfläche des Steins glatt und sollte sie dann zum Glänzen bringen.

Mit drei oder vier Steinen zur Auswahl kehrt man dann zurück nach Hokitika und zeigt seine Beute einem Kunsthandwerker – der hoffentlich zum Fund gratuliert und dabei hilft, den unbehauenen Stein in ein Kunstwerk zu verwandeln.

Die besten Orte, an denen man rund um Hokitika nach Jade Ausschau halten kann, sind diese:

  • alle Steinstrände zwischen Hokitika und Greymouth
  • die Flussmündung des Hokitika River im Süden der Stadt
  • nahe Barrytown, einem kleinen Ort nördlich von Hokitika
  • rund um das Wrack am Strand von Hokitika (da, wo das Treibholz-Kunstwerk steht

Wo man ausdrücklich nicht nach Jade suchen sollte: am Arahura River. Dieser Fluss und seine Ufer sind für den örtlichen Maori-Stamm heiliges Land!

All diese Tipps sind natürlich keine Garantie dafür, Jade zu finden – „pounamu“ ist schließlich ähnlich selten und wertvoll wie Gold. Die Maori glauben sowieso daran, dass man „greenstone“ nicht finden kann, sondern dass die Jade ihren Finder bestimmt.

Die mystische Kraft des Steins, den man besitzt, passt genau zum eigenen „mana“ und so sind Finder und Stein lebenslang miteinander verbunden. Ein Grund mehr, eifrig Ausschau zu halten!

(Jenny Menzel)

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