NewZealand Migration

 

Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

Leserfoto-Kalender Neuseeland 2017

 

Bestellen Sie den neuen Leserfoto-Kalender 2017 (Format: 500 mm x 350 mm) zum Preis von 24,95 €, Versand innerhalb Deutschlands kostenfrei, andere Länder zzgl. 3 €) risikofrei gegen Rechnung. Ansichten der Kalenderblätter und Bestellungen in unserem Shop.

 

 

 

Das aktuelle Heft ...

 ... oder ältere Hefte HIER bestellen!

Geschenkabo-Gutschein

Wenn Sie ein Geschenkabo bestellt haben finden Sie hier einen Gutschein für den Beschenkten.

 

360° Kanada

Kennen Sie schon unser Schwester-Magazin 360° Kanada?
Mehr erfahren Sie hier:

 

Werbung

Manukahonig, Wein und Bier, Schönes und Nützliches aus und um Neuseeland erhalten Sie beim

Willkommen bei 360° Neuseeland

Ist der Gelbaugenpinguin noch zu retten?

Er schaut von den neuseeländischen Fünf-Dollar-Scheinen, trägt nach aktuellen Schätzungen etwa 100 Millionen Neuseeland-Dollar im Jahr zum Wirtschaftsumsatz in Dunedin bei und ist Star auf zahlreichen Fotos und Videos von Touristen, die in Oamaru, am Katiki Point bei Moeraki oder auch an den Küsten der Otago Peninsula keine Mühe scheuen, um die Seevögel mit dem auffälligen gelben Stirnband und der gelben Iris zu entdecken.

Seine Berühmtheit und Beliebtheit nutzt dem Gelbaugenpinguin (auf Maori: Hoiho), der nur in Neuseeland heimisch ist,  leider gar nichts. In weniger als 40 Jahren wird es ihn als Art wohl nicht mehr geben. Dies prophezeien Wissenschaftler von der University of Otago in einer kürzlich erschienenen Studie.

Dr. Thomas Mattern, führender Autor der Untersuchung, schließt aus 35 Jahren der Beobachtung einer Population von Gelbaugenpinguinen am Boulder Beach auf der Otago Peninsula, dass die Tierart spätestens im Jahr 2060 nicht mehr auf dem neuseeländischen Festland vorkommen wird – und das sei eine optimistische Schätzung. Zwar gibt es auch kleinere Populationen auf den Auckland Islands und den Campbell Islands, aber der Trend sei dort derselbe.

Die Population der Gelbaugenpinguine nimmt stetig ab, inzwischen gibt es auf der Otago Peninsula nur noch 200 Brutpaare – im Vergleich zu 600, die noch in den 1990er-Jahren hier lebten. Der Schlüssel zur Rettung der Tierart sind Erkenntnisse darüber, warum es immer wieder zu Massensterben bei den Gelbaugenpinguinen kommt. Zuletzt verendeten im Jahr 2013 gleich 60 Tiere auf einmal, und niemand weiß bis heute so recht, was dafür ursächlich war.

Absolut kritisch für den Weiterbestand der Pinguine seien die Folgen des Klimawandels: Bei wärmeren Wassertemperaturen sterben signifikant mehr Tiere, weil dann weniger Nährstoffe aus den Flüssen an den Meeresboden gelangen.

Gegen steigende Temperaturen des Meeres können die Neuseeländer allein nicht viel tun. Aber es gibt andere Faktoren, die ebenfalls für den Weiterbestand der Gelbaugenpinguine entscheidend sind: allen voran die Auswirkungen der Fischereiindustrie, aber auch eingeschleppte Raubtiere und nicht zuletzt die Störungen durch menschliche Besucher. Tag für Tag ertrinken Pinguine als ungewollter Beifang in Schleppnetzen, verhungern, weil ihnen die Nahrung weggefischt wird oder werden durch unbekannte Substanzen vergiftet.

Das Fazit der Wissenschaftler ist deutlich: Die Neuseeländer müssen etwas tun! Ohne sofortige Schutzmaßnahmen, die deutlich und effektiv ausfallen müssen, wird der charakteristische schrille Ruf des Gelbaugenpinguins, von dem er seinen Maori-Namen hat („Hoiho“ heißt so viel wie „Schreihals“) noch während unserer Lebzeiten von Neuseelands Küsten verschwinden.

(Jenny Menzel)

Goto Top