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Typisch Neuseeland: Dokumentarfilm „Pecking Order“

Ein Dokumentarfilm über einen Hühnerzüchter-Wettbewerb in Neuseeland? Ist das nicht sterbenslangweilig, oder vielleicht auch vollkommen beknackt? Anderswo in der Welt wäre das vielleicht dabei herausgekommen, aber nicht in Neuseeland. Schon nach wenigen Minuten ertappt man sich bei dem Gedanken, dass Hühnerzucht vielleicht doch ein ganz interessantes Hobby ist – und genauso erging es Regisseur Slavko Martinov.

„Pecking Order“ begleitet die Mitglieder des Hühnerzüchtervereins „Christchurch Poultry, Bantam and Pigeon Club“ aus dem Vorort Riccarton dabei, wie sie sich auf die landesweite „National Show 2015“ in Oamaru vorbereiten. Die Geschichte entwickelt sich ohne großartige Verwirrungen oder Spannungslinien, ist aber trotzdem nie langweilig – im Gegenteil.

Erzählt wird vom traditionsbewussten Vereinsvorsitzenden Doug Bain, der seit mehr als 50 Jahren als Züchter tätig ist und nun Platz machen soll für die nächste Generation – verkörpert von Mark Lilley, der die Vereinsarbeit moderner und progressiver gestalten würde, aber dabei bloß niemanden verletzen will (daher auch der zweideutige Filmtitel, der übersetzt „Hackordnung“ bedeutet). Der sympathischste und gleichzeitig ungewöhnlichste Charakter des Films ist sicherlich Rhys, Marks 14-jähriger Sohn, der ebenfalls für die Hühnerzucht brennt und dabei ein Selbstbewusstsein zeigt, das jeden Teenager neidisch macht.

Auch die Hühner, vielleicht die eigentlichen Stars des Films, ziehen den Zuschauer unweigerlich in den Bann mit ihrer charmanten Art und ihrem farbenfrohen Aussehen. Weit entfernt davon, seltsam oder lächerlich zu wirken, transportiert der Dokumentarfilm wunderbar das Engagement und die Leidenschaft, die Doug, Mark und die anderen Protagonisten für ihr Hobby empfinden und die Energie, die sie in den Wettbewerb stecken.

Während man bei „Pecking Order“ anfangs noch nicht ganz sicher ist, ob man über die Darsteller oder mit ihnen lachen soll, entwickelt Regisseur Slavko Martinov bald eine eigene Erzählweise und versteht es hervorragend, die Züchter und ihre Hühner mit augenzwinkerndem Respekt vorzustellen. Hühnerzucht-Wettbewerbe sind schließlich etwas ganz normales, meint man spätestens am Ende des Films bei sich.

„Pecking Order“ ist ein echter Kiwi-Film, der die echten Neuseeländer aus den Kleinstädten und Vororten so zeigt, wie sie sich seit Jahrzehnten sehen und gern auch weiterhin sehen wollen: menschlich, leidenschaftlich, vielleicht ein bisschen schräg, aber dabei immer authentisch und rücksichtsvoll gegenüber ihren Nächsten. Und interessiert an Hühnerzucht.
Der Dokumentarfilm kommt nicht umsonst im Jahr 2017 auf die Leinwand: In diesem Jahr begeht der „Christchurch Poultry, Bantam and Pigeon Club“ seinen 150. Geburtstag. Da ist „Pecking Order“ ein wundervolles Geburtstagsgeschenk!

Der Film wird es höchstwahrscheinlich nicht in die deutschen Kinos schaffen; er ist seit 18. Mai in den neuseeländischen Kinos zu sehen und hat beim Filmfestival in Toronto wohlwollende Rezensionen erhalten. Länge: 85 Minuten, Freigabe ab 18 Jahren wegen „coarse language“!

(Jenny Menzel)

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