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Werden die Waitakere Ranges gesperrt, um die Kauri zu retten?

Trotz großer Bemühungen und vieler Schutzmaßnahmen hat sich die Rate der mit „Kauri dieback“ infizierten Bäume in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Fast ein Viertel aller Kauri in den Waitakere Ranges sind inzwischen wahrscheinlich von der tödlichen Krankheit befallen. Insgesamt 18,95 % aller Kauri in den Waitakere Ranges leiden nun unter der Krankheit, 2011 waren es noch 7,9 %.

Die größte Gefahr für die wenigen noch gesunden Kauri-Bäume sind offenbar: Wanderer. Indem sie die bereitgestellten Reinigungsstationen für Schuhe ignorieren und abgesperrte Wege trotzdem betreten, übertragen sie die gefährliche „Kauri dieback“-Krankheit in immer neue Bereiche des Waldbodens.

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass auf manchen Tracks nur 17 % der Besucher die Reinigungsstationen nutzen, die an den Trailheads und Wegkreuzungen bereitstehen. Regionen, die bisher frei von der Krankheit waren, zeigen nun ebenfalls Zeichen der Infektion. Das deutet darauf hin, dass auch geschlossene Wege immer noch genutzt werden.

Nick Waipara, Biosicherheits-Berater des Auckland Council, ist schockiert. „Ich hatte gehofft, dass unserer Maßnahmen die Verbreitung aufgehalten hätten. Wir haben zwei Gebiete abgesperrt, in denen noch viele gesunde Kauri standen. Zu sehen, dass diese Maßnahme fehlgeschlagen ist, frustriert mich.”

Nun werden neue Maßnahmen in Betracht gezogen. Die Waitakere Ranges komplett zu sperren, ist unmöglich, da hier auch Ortschaften liegen. Die beste Option sieht Waipara darin, Wanderwege auf andere Weise zu sperren als mit Barrieren an den Eingängen. „Wir werden die Oberfläche komplett entfernen und den Boden neu bepflanzen, damit die Natur sie wieder in Besitz nimmt,” sagt er. Auch Zugangsbeschränkungen zum Parkgelände könnten nötig werden, um die einzigartigen Bäume und das gesamte Waldgebiet an der Westküste zu schützen.

Nach wie vor ist kein Mittel gegen „Kauri dieback“ gefunden, Behandlungsmöglichkeiten werden noch getestet. Obwohl die Untersuchung gezeigt hat, dass wohl ganze Bestände von Kauri sterben werden, hat Waipara Hoffnung. „Es gibt noch Möglichkeiten. Die Krankheit wird nicht durch die Luft übertragen, sondern über Menschen. Wir müssen sicherstellen, dass die Leute über die Gefahr Bescheid wissen und sich entsprechend verhalten.”

Der Waitakere Ranges Regional Park ist nun die Region mit den meisten und am schwersten infizierten Kauri-Bäumen in Neuseeland. Die Region um Auckland ist in großer Gefahr, ihre Kauri-Bestände komplett zu verlieren, wenn nicht sofort gehandelt wird.

Wenn die Kauri sterben, wird das weitreichende Folgen für das Ökosystem des Waldes haben. Vom „König des Waldes“ ist das Überleben von mindestens 17 weiteren Arten abhängig. Der riesige Kauri ist das Rückgrat des Waldes – nicht nur in den Waitakere Ranges, sondern auch in den Hunua Ranges und auf Waiheke Island, wohin die Krankheit noch nicht vorgedrungen ist.

(Jenny Menzel)

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