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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Beim Trüffel-Festival in Canterbury

Trüffeln gelten weltweit als eine der exquisitesten Delikatessen. Küchenchefs schätzen die Schwarze Trüffel für ihr ganz besonderes, intensives Aroma. Aber nur wenige wissen, dass gerade Neuseeland ein hervorragendes Trüffel-Gebiet ist. Vor allem in der Region Canterbury, wo der Boden sehr kalkhaltig ist, findet man die unterirdischen Leckereien.

Trüffeln sind die Fruchtkörper eines Pilzes, der in einer Symbiose mit bestimmten Baumarten lebt. Anstatt die üblichen Pilzhüte über der Erde wachsen zu lassen, hat sich die Trüffel auf das Erzeugen starker Aromen verlegt, um Tiere anzuziehen, die sie essen und dabei ihre Sporen verbreiten.

Der hohe ph-Wert der Böden in Canterbury und die vielen Sonnenscheinstunden erlauben es den Trüffeln, genau wie in ihren Heimatregionen in Westeuropa zu sprießen. In Nord-Canterbury gibt es heute die meisten Trüffelproduzenten Neuseelands.

 

 „Truffières“, Trüffelfarmen, sind hier zunehmend verbreitet. Und den „Diamanten der Küche“ feiert man zünftig beim jährlichen Canterbury Truffle Festival, das 2017 bereits zum dritten Mal in Waipara, nördlich von Christchurch stattfindet.

Die Organisatoren beschreiben ihr Festival als Zelebrierung des „mysteriösen, verlockenden und transformierenden Untergrund-Pilzgenusses”, das Trüffelfarmer, Köche, Restaurants und Top-Winzer zusammenbringt. Jedermann soll hier die Chance haben, das Gourmet-Thema Trüffel einmal selbst zu probieren. Zu den Highlights gehören Trüffelverkostungen auf Bauernmärkten und Trüffeljagden mit Hunden.

Das zentrale Event des Festivals, der „Truffle Day Out“, war komplett ausverkauft. Mehr als 55 Feinschmecker gingen in Waipara und Waikari auf Trüffeljagd, schmausten, verkosteten Weine und erlernten einige Trüffeltricks vom örtlichen Küchenchef Jonny Schwass. Der ist leidenschaftlicher Trüffelfan, weil die seltsamen Pilze ein unglaubliches Aroma haben: „Es gibt etwa 80 bis 100 verschiedene Aromas in einer Trüffel. Mir geht es um diesen geschmacklichen Hit – ich finde den Geruch wirklich ,funky‘.”

Das Canterbury Truffle Festival ist bei allem Spaß am Essen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn es hilft dabei, den Ruf der Region als Gourmet- und Foodie-Destination zu festigen. Trüffeln wachsen auch in anderen Teilen des Landes, etwa an der Ostküste der Nordinsel. Aber Canterbury ist der einzige Ort, wo gleich vier Premium-Arten wachsen: Périgord Black, Bianchetto, Burgundy und die Wintertrüffel.

Ja, Trüffeln sind teuer. Ein kleines Exemplar kann zwischen 60 und 70 NZD kosten. Das hat einen Grund: Sie sind sehr schwer anzubauen. Gavin und Anne Hulley von der Trüffelfarm „Amuri Truffière“ haben vor 20 Jahren Eichen und Haselnusssträucher gepflanzt und mit Trüffelsporen „infiziert“. Ihre ersten Trüffeln ernteten sie sieben Jahre später im Jahr 2004. 2016 gruben sie insgesamt 16 kg aus 2 Hektar Land. Wenn die Ernte so winzig ist, sind hohe Preise geradezu zwingend.

In Neuseeland werden Périgord Black, Bianchetto und Wintertrüffeln von Juni bis September geerntet. Burgundy-Trüffeln erntet man dagegen zwischen Januar und Juli.

(Jenny Menzel)

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