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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Parlamentswahlen in Neuseeland: Es wird spannend!

Am 23. September 2017 wählen die Neuseeländer ein neues Parlament. In einem der friedlichsten Länder der Welt sind Wahlen meistens etwas langweilig – nicht diesmal.

Wie auch Deutschland, wählt Neuseeland seit 1996 nach dem Zweistimmensystem (jeder Wähler stimmt einmal für die bevorzugte Partei und einmal für einen Direktkandidaten). Anders als in Deutschland müssen sich alle wahlberechtigten Neuseeländer zur Wahl anmelden; wer das verpasst, zahlt eine Strafe von 100 NZD.

Die Neuseeländer haben die Wahl zwischen der etablierten National Party unter Premierminister Bill English, die seit neun Jahren das Land regiert, und der engagierten, aber politisch noch unbeschriebenen Herausforderin Jacinda Ardern, die für die Labour-Partei kandidiert.

Seit ihrer überraschenden Nominierung vor etwa zwei Monaten, die auf den Rücktritt des chancenlosen Parteichefs Andrew Little folgte, reitet die 37-Jährige auf einer Welle der Beliebtheit, die bereits „Jacindamania“ genannt wird. Vor allem bei Frauen und jungen Menschen findet Ardern viel Sympathie.

Bill English ist erst seit 2016 amtierender Premierminister, als der notorisch beliebte John Key unerwartet zurücktrat. English, der zehn Geschwister und sechs Kinder hat, ist seit 1990 im Parlament und streng konservativ: Er stimmte unter anderem gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und gegen das Recht auf Abtreibung.

Als größte Stärke des ehemaligen Bauern gilt seine Fähigkeit, für Kontinuität und stabile Märkte zu sorgen. Wähler zu begeistern, gehört allerdings nicht zu seinen Vorzügen. Das genaue Gegenteil ist die offene, sympathische Jacinda Ardern, die einen Universitätsabschluss in Kommunikationswissenschaften hat und Präsidentin der Internationalen Union der Sozialistischen Jugend war, zwischendurch jedoch auch DJane ist und mit ihrem Partner und einer Katze in Auckland lebt.

Ihre Labour-Partei will sich nach einem Wahlsieg dafür einsetzen, dass Neuseelands Flüsse wieder sauber werden, dass die Kinderarmut verschwindet, dass 100.000 Sozialwohnungen gebaut werden und dass alle Neuseeländer drei Jahre kostenlos studieren dürfen.

National verspricht dagegen einen Kampf gegen Drogen, Straßengangs und Sozialschmarotzer. Außerdem will die Partei Neuseelands Tierwelt bis zum Jahr 2050 von eingeschleppten Schädlingen befreien und die Infrastruktur weiter ausbauen, vor allem in und um Auckland.

Viele Analysten bezeichnen jetzt schon die kommenden Wahlen als spannendstes Ereignis, das sie je beobachtet haben. Und auch die normale Bevölkerung zeigt sich erleichtert, zum ersten Mal nach drei Wahlsiegen eine ernsthafte Herausforderung für die National Party zu sehen.

Die TV-Debatten zwischen den Kandidaten haben schwindelerregende Einschaltquoten erzielt und eine Rekordzahl von 500.000 Wählern haben bereits vorzeitig gewählt.

Wird Neuseeland beim Status quo verharren oder wie Frankreich und Kanada einen jungen „Rockstar“-Politiker zum Staatschef küren?

(Jenny Menzel)

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