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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Es wird heiß(er) in Wellington

Der Klimawandel wird in den nächsten 100 Jahren die Zahl der heißen Tage in Wellington und der Region Wairarapa vervierfachen und für wesentlich mehr Starkregenfälle sorgen, schätzt ein Report von NIWA (National Institute of Water and Atmospheric Research).

Die vom Stadtrat von Wellington beauftragte Untersuchung zeigt eine Zahl von Prognosen auf, wie die Klimaerwärmung das Wetter auf der Nordinsel beeinflussen wird.

Zwei Jahre lang hat der Supercomputer von NIWA Daten verarbeitet und ist zu einer Reihe von verstörenden Ergebnissen gekommen.

 

Die Zahl der Tage, an denen es wärmer als 25 °Celsius ist, wird in Wairarapa von derzeit 24 auf 94 steigen. In Wellington ist es momentan nur an sechs Tagen im Jahr so warm; demnächst könnte es an 26 Tagen wärmer als 25 °Celsius werden.

Während die Regenfälle in Wairarapa um 10 Prozent zurückgehen werden, was für Dürreperioden sorgen wird, steigen die Regenmengen und Stürme in Wellington voraussichtlich an; zu jeder Jahreszeit, aber vor allem im Winter. Das dürfte für noch mehr Erdrutsche sorgen, als sie die an steilen Hügeln liegende Hauptstadt bereits jetzt nach starken Regenfällen häufig erlebt.

Im Jahr 2090 könnte es in Wellington so heiß sein wie in Sydney im benachbarten Australien. Den berühmten Pinot Noir aus den Weingütern des Wairarapa wird man dann nicht mehr trinken können, denn diese Trauben vertragen Hitze und Trockenheit nicht gut.

Weitere Probleme werden die Zunahme von Moskitos und anderen Schädlingen sein, die sich bei wärmeren Temperaturen wohlfühlen. Die größte Sorge bereitet jedoch die Wasserversorgung: Wenn in der Region weiterhin so viel Wasser von der Viehwirtschaft verbraucht wird, wird es zu ernsten Engpässen kommen.

Neuseelands Landschaft ist durch den Klimawandel bereits grundlegend verändert worden. Das Land sieht heute völlig anders aus, als es damals Maori und die ersten Siedler aus Europa vorfanden. In den letzten 100 Jahren sind die Durchschnittstemperaturen um 1 °Celsius angestiegen, der Meeresspiegel liegt 17 Zentimeter höher. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen.

Chris Laidlaw, Vorsitzender des Greater Wellington Regional Council, will angesichts der Ergebnisse des NIWA-Reports nicht warten, bis die Regierung Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel festlegt. Neuseeland als Staat tut bisher wenig, um seine Emissionen zu senken. Laidlaw fordert daher mehr Spielraum für die Gemeinden, um selbst für ihre Zukunft vorsorgen zu können.

Für Wellington bedeutet das, sich vor allem Gedanken um die Gestaltung der Küstenlinie zu machen. Sturmfluten werden in den nächsten Jahrzehnten zunehmen, weshalb bereits jetzt ein kontrollierter Rückbau der vordersten Küstenbebauung diskutiert wird.

(Jenny Menzel)

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