NewZealand Migration

 

Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

Leserfoto-Kalender Neuseeland 2017

 

Bestellen Sie den neuen Leserfoto-Kalender 2017 (Format: 500 mm x 350 mm) zum Preis von 24,95 €, Versand innerhalb Deutschlands kostenfrei, andere Länder zzgl. 3 €) risikofrei gegen Rechnung. Ansichten der Kalenderblätter und Bestellungen in unserem Shop.

 

 

 

Das aktuelle Heft ...

 ... oder ältere Hefte HIER bestellen!

Geschenkabo-Gutschein

Wenn Sie ein Geschenkabo bestellt haben finden Sie hier einen Gutschein für den Beschenkten.

 

360° Kanada

Kennen Sie schon unser Schwester-Magazin 360° Kanada?
Mehr erfahren Sie hier:

 

Werbung

Manukahonig, Wein und Bier, Schönes und Nützliches aus und um Neuseeland erhalten Sie beim

Ist Neuseelands Trinkwasser noch sauber?

Säubert euer Trinkwasser oder seid ehrlich zu den Touristen, warnte Trinkwasser-Experte Dr. Steve Hrudey aus Kanada auf einer neuseeländischen Trinkwasser-Konferenz in Hamilton im September 2017.

Es gebe nichts, das einen weiteren Ausbruch einer Massen-Infektion mit Magen-Darm-Keimen, wie er zuletzt in Havelock North im August 2016 aufgetreten war, verhindern könnte.

Der Ausbruch, der höchstwahrscheinlich auf die Verunreinigung einer städtischen Wasserzuleitung durch Schafsfäkalien zurückzuführen ist, führte bei über 5.000 Menschen des 14.000-Einwohner-Städtchens zu ernsthaften Beschwerden, brachte 45 ins Krankenhaus und wird für drei Todesfälle verantwortlich gemacht.

 

Die ersten Untersuchungen zeigten, dass über das Risiko der kontaminierten Wasserzuleitung kaum jemand etwas wusste, dass die Verantwortlichen schlecht geschult waren und zwischen den regionalen Behörden keine Zusammenarbeit erfolgte. Der kanadische Experte, der ebenfalls an der Untersuchung beteiligt war, wunderte sich über die starke Aversion der Neuseeländer gegen chloriertes Trinkwasser. Dafür gebe es keinen realistischen Grund.

Es sei außerdem dringend nötig, die Wasserverwaltung von den finanziell schlecht aufgestellten lokalen Institutionen an den Staat zu übergeben. Das würde steigende Kosten bedeuten – aber nur so könne in Zukunft für sauberes Wasser garantiert werden.

93 Prozent der Neuseeländer steht eine Überwachung der Wasserversorgung durch ihren Wasserversorger per Gesetz zu; aber nur 80 Prozent der Haushalte erhalten tatsächlich Wasser, das den Standards entspricht. Auch in Havelock North war die verunreinigte Trinkwasserleitung fälschlich als sicher eingestuft worden, obwohl bekannt war, dass der Zufluss des Mangateretere-Flusses verschmutzt sein könnte.

Die neuseeländische Bevölkerung glaube immer noch daran, in einer sauberen und schönen Umwelt zu leben, wundert sich Hrudey. Ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Risiken durch verschmutztes Trinkwasser sei nach wie vor sehr gering.

Der Trinkwasser-Experte nahm Wasserproben bei 38 Krankheitsausbrüchen in Neuseeland, bei denen es zu 77 Todesfällen kam. Sein Fazit: Jedes Trinkwasserreservoir, das für Tiere und Menschen zugänglich ist, muss chemisch behandelt werden. In Neuseeland ist dies bisher nicht verpflichtend. Hrudey selbst kocht daher sein Trinkwasser konsequent ab, solange er im Land ist.

Ob eine Warnung vor unsauberem Trinkwasser für Touristen abschreckend sein könnte? Wesentlich abschreckender dürfte es sein, wenn es zu einem erneuten Massenausbruch von Magen-Darm-Infektionen durch verunreinigtes Trinkwasser kommt, bei dem Touristen zu Schaden kommen.

(Jenny Menzel)

Goto Top