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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Neue Marina in Kaikoura eröffnet

Kaikoura, ein kleiner Ort an der Ostküste der Südinsel, ist eines von Neuseelands beliebtesten Reisezielen. Das ganze Jahr über herrschen hier ideale Bedingungen zum „whale-watching“. Die Lage des Ortes an der wilden Pazifikküste, vor den schneebedeckten Gipfeln der Southern Alps, bildet einen dramatischen Rahmen für die Wildlife-Erlebnistouren, die hier so nah am Ufer angeboten werden können wie fast nirgendwo sonst auf der Welt.

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Erdbeben, das am 14. November 2016 die gesamte Ostküste nördlich von Christchurch veränderte und viel Infrastruktur zerstörte, feierten die Einwohner Kaikouras die Eröffnung ihrer neuen Marina. Für Tour-Anbieter wie „Whale Watch Kaikoura“ und „Encounter Kaikoura“ bietet die viele Millionen Dollar teure Hafenanlage eine enorme Erleichterung.

Jedes Jahr fahren rund 100 000 Besucher hinaus auf den Ozean, wo sie mit einer Erfolgsrate von 95 Prozent die riesigen Pottwale beobachten können, die hier ihre Heimat haben. Neben dieser Hauptattraktion lassen sich viele andere Wale regelmäßig vor der Küste blicken; von Buckel- und Minkwalen über Blau- und Grauwale bis zu Orcas und Grindwalen. Es gibt auch beachtliche Populationen von Neuseeländischen Seebären, Dusky- und Hector-Delfinen sowie Albatrossen zu bestaunen.

Nachdem das Erdbeben Teile des Meeresbodens um mehrere Meter angehoben hatte, war der Hafen zu flach geworden, um dort bei Ebbe mit den Ausflugsbooten auslaufen zu können. Zwölf Monate, nachdem sie ihre Unternehmen über Nacht schließen mussten, können sie ihre Touren wieder im selben Rhythmus wie vor dem Erdbeben anbieten – ein echter Grund zum Feiern.

Der Tourismus ist in Kaikoura der wichtigste Arbeitgeber und der größte Wirtschaftsfaktor. Die Gemeinde kam daher gleich zweimal zusammen: zuerst zum Sonnenaufgang für eine Maori-Segnungszeremonie, gefolgt von der offiziellen Eröffnung am Mittag. Die bewegende Zeremonie im Morgengrauen wurde vom örtlichen Stamm der Ngati Kuri veranstaltet und symbolisierte die erneute Verbindung Kaikouras mit dem Ozean. Vor 40 Jahren boten Mitglieder dieses Maori-Stammes zum ersten Mal die „Whale watching“-Touren an, für die Kaikoura heute international berühmt ist, und hielten so den wirtschaftlichen Niedergang der kleinen Gemeinde auf.

Die Marina wurde etwa einen Monat vor der erwarteten Wiedereröffnung des SH 1 fertiggestellt, der Kaikoura mit Christchurch im Süden und den Fähren zwischen Neuseelands Nord- und Südinsel verbindet. Der Küstenhighway war durch eine Reihe von Erdrutschen nach dem Beben blockiert und teilweise völlig zerstört worden. Während die Bauarbeiten noch einige Zeit benötigen, wird die Straße ab dem 15. Dezember wieder für den Durchgangsverkehr offen sein.

Das Leben der Meerestiere ist vom Erdbeben kaum beeinflusst worden. Neben der nach wie vor hier heimischen Population junger männlicher Pottwale gibt es immer wieder Sichtungen von wandernden Pottwalen auf ihrem Zug nach Süden, Schulen von Delfinen, Seebären, Albatrossen und anderen Seevögeln.

Durch das Erdbeben sind sogar einige neue Besucherattraktionen in Kaikoura entstanden; darunter ein Extra-Kilometer an felsigem Meeresufer an der Spitze der Kaikoura Peninsula, eine neue Surf-Welle am Strand vor der Stadt, geheimnisvolle „Dinosaurier-Eier“, die aus dem Meeresboden auftauchten und eine mysteriöse Sprudelquelle mitten im Meer, wo Gase aus einer neuen Erdspalte blubbern.

(Jenny Menzel)

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