Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

Das aktuelle Heft ...

 ... oder ältere Hefte HIER bestellen!

Geschenkabo-Gutschein

Wenn Sie ein Geschenkabo bestellt haben finden Sie hier einen Gutschein für den Beschenkten.

 

360° Kanada

Kennen Sie schon unser Schwester-Magazin 360° Kanada?
Mehr erfahren Sie hier:

 

Werbung

Manukahonig, Wein und Bier, Schönes und Nützliches aus und um Neuseeland erhalten Sie beim

Church of the good Shepherd wird abgesperrt

Vandalismus, Beschimpfungen und Schlimmeres haben eine Absperrung vor der berühmten Kirche am Ufer des Lake Tekapo notwendig gemacht, um eine der meistbesuchten Attraktionen Neuseelands zu schützen.

Der Mackenzie-Distrikt hat gemeinsam mit dem Vikar der Kirche, Andrew McDonald, eine Reihe von Umbauten beschlossen, die noch vor Weihnachten 2017 greifen sollen. Vorrangiges Ziel ist die Verringerung der Besucher, die sich an und in der Kirche aufhalten.

Bereits im Jahr 2015 hatte eine wachsende Zahl von rücksichtslosen und teilweise blasphemischen Touristen, die vorrangig an „Selfies“ interessiert waren, zu einem Fotoverbot innerhalb des Altarraums geführt. Der wunderschöne Blick auf den See durch das offene, unverglaste Fenster mit dem Jesuskreuz im Vordergrund gehört nun zu den historischen Aufnahmen von Neuseeland.

Da die Kirche einer aktiven Gemeinde gehört, stören die Touristenmassen die Gottesdienste, Hochzeiten und andere Veranstaltungen in der Kirche. Die meisten Besucher zeigten wenig Respekt dafür, wenn Menschen im Kirchenraum Ruhe für ein Gebet suchten, beklagt der Vikar.

Touristen werden auch dafür verantwortlich gemacht, das empfindliche Tussockgras und die Lupinen rund um die Kirche und den Parkplatz zu zertrampeln und in der Umgebung Kot und Toilettenpapier zu hinterlassen. Mitarbeiter der Kirche seien beschimpft worden, als sie um Zurückhaltung und Respekt gegenüber dem Gotteshaus baten.

Eine Absperrung ist langfristig nötig, um die Kirche als Andachtsort und ihre Umgebung als touristische Attraktion zu schützen. Auch wenn niemand begeistert davon ist, Zäune aufzustellen, sieht die Gemeinde derzeit keine andere Möglichkeit, um dem Ansturm der Besucher Herr zu werden.

In den folgenden Monaten sollen landschaftsgestaltende Maßnahmen wie das Errichten von Wällen und Hecken die Kirche von der Straße und dem Busparkplatz abschirmen. Neue Fußwege führen die Besucher dann gezielt an Stellen mit schönen Aussichten und Fotogelegenheiten. Eine Steinmauer und gepflasterter Boden rund um die Statue des Collies neben der Kirche wird auch hier für ein besseres Besuchererlebnis durch mehr Platz sorgen.

Ein neuer Parkplatz für Reisebusse wird auf der anderen Seite der Straße angelegt, um den Besucherstrom abzumildern. In Zukunft gelangt man nur noch zu Fuß an die Kirche.

In der Zwischenzeit sind aber Sofortmaßnahmen nötig, da für den Sommer wieder Rekord-Besucherzahlen erwartet werden. Die Church of the good Shepherd wird nicht die letzte Attraktion sein, die vor den Besuchermassen in Neuseeland geschützt werden muss.

(Jenny Menzel)

Goto Top