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Vorsicht vor Mumps-Epidemie in Neuseeland

Mehr als 1.000 Menschen haben sich im Jahr 2017 in Auckland mit Mumps infiziert, und es dürften noch mehr werden: Warnungen über erhöhte Erkrankungszahlen kursierten bereits im September. Seit Oktober hat sich die Zahl der Neuerkrankungen noch einmal fast verdoppelt.

Der Ausbruch müsse nun offiziell als Epidemie bezeichnet werden, weil er sich nicht mehr eindämmen lasse, forderte das Gesundheitsamt nun in einem Brief an das neuseeländische Gesundheitsministerium.

Die derzeit laufenden Maßnahmen, um den Mumps-Ausbruch zu bekämpfen, zeigen nur wenig Wirkung. Das einzige, was langfristig helfen kann, ist nach Meinung der Mediziner in Auckland und dem Waitemata-Distrikt eine landesweite, nachdrücklich umgesetzte Impf-Kampagne unter Jugendlichen und Erwachsenen.

Etwa 80 Prozent der Erkrankten waren nicht gegen Mumps geimpft. Das schließt vor allem die sogenannte „verlorene Generation“ der 10- bis 29-Jährigen, deren Altersgruppe in Neuseeland sehr niedrige Impfraten für Masern, Mumps und Röteln aufweist. Etwa 1,3 Millionen Neuseeländer gehören in diese Altersgruppe. Wenn die Schätzung zutrifft, dass 40 Prozent von ihnen nicht durchgeimpft sind, bedeutet das einen Ansteckungspool von 570.000 Menschen.

Mumps oder Ziegenpeter gilt als typische Kinderkrankheit und kann schmerzhafte Entzündungen der Ohrspeicheldrüsen, Schwellungen des Gesichts und des Halses (die „Hamsterbacken“), Fieber und Kopfschmerzen hervorrufen. In Deutschland ist Mumps meldepflichtig, die Impfung gegen Mumps (in Kombination mit Masern und Röteln) wird von allen Krankenkassen bezahlt – wie auch in Neuseeland.

Ohne Impfung erkranken fast 90 Prozent der Kinder zwischen 4 und 15 Jahren einmal an Mumps, Erwachsene nur sehr selten. In einer teilweise durchgeimpften Bevölkerung sehen die Zahlen allerdings anders aus. In den letzten Jahren erkranken verstärkt (ungeimpfte) Erwachsene, bei denen die Erkrankung dann oft schwerer verläuft.

Was den Amtsärzten in Auckland mehr Sorgen macht: Die niedrigen Mumps-Impfraten machten die Stadt auch anfällig für einen potenziell tödlichen großen Masern-Ausbruch. Denn wer nicht gegen Mumps geimpft ist, der hat auch keine Immunität gegen Masern (und Röteln) bekommen.

Mumps-Ausbrüche sind bereits aus Whanganui, dem Northland, Hamilton und Dunedin gemeldet worden. Wer ungeimpft oder mit ungeimpften Kindern nach Neuseeland reist, sollte sich des erhöhten Ansteckungsrisikos bewusst sein und verstärkt auf Symptome für Mumps, aber auch Masern und Röteln achten.

Die Mumps-Epidemie in Neuseeland wird nach Schätzung des Gesundheitsamtes wahrscheinlich noch etwa zwei Jahre andauern.

(Jenny Menzel)

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