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Queenstown hat die Nase voll von Freedom Campern

Vor einer Woche kündigte der Queenstown Lakes District Council an, das Freedom Camping an mehreren beliebten öffentlichen Plätzen in Queenstown und Wanaka einschränken zu wollen.

Ab dem 16. Februar dürfen Freedom Camper nicht mehr über Nacht auf Gemeindeland am Lake Hayes und am Shotover Delta stehen. In Wanaka riskiert jeder Camper, der über Nacht am Seeufer campt, eine Parkkralle am Fahrzeug.

Die Eingänge zum Lake Hayes und dem Shotover Delta sind mit Toren ausgestattet worden, die über Nacht verschlossen werden. Der Zugang für Fahrzeuge ist damit zwischen 22 Uhr und 5.30 Uhr nicht mehr möglich. Jeder, der innerhalb dieser Zeiten beim Übernachten angetroffen wird, wird mit einem Bußgeld von 200 NZD belegt, riskiert eine Parkkralle und sogar die Konfiszierung seiner Habseligkeiten.

Schilder an den Eingängen zu den Reservaten erläutern die neuen Regeln. Während des Tages sind die Tore offen, so dass Besucher nach wie vor mit ihren Fahrzeugen Zugang haben. Fußgänger dürfen rund um die Uhr das Gelände betreten.

Am Seeufer des Lake Wanaka wurden ebenfalls Schilder aufgestellt, die das Verbot jeglichen Freedom Campings und die Folgen erklären. Wer eine Parkkralle bekommt, muss nicht nur 200 NZD für das Übertreten des Verbots bezahlen, sondern auch noch weitere 200 NZR als Gebühr für das Entfernen der Parkkralle.

Der Bürgermeister des Queenstown Lakes District, Jim Boult, kündigte außerdem an, dass das örtliche Freedom Camping Bylaw und die Reserve Management Plans überarbeitet werden. Es soll eine breitere Camping-Strategie für den gesamten Distrikt geben. Bei staatlichen Behörden wie dem DOC und der Verkehrsagentur NZTA wurde unter anderem Unterstützung für die Aufstellung von zusätzlichen Toiletten am Straßenrand beantragt.

Das Problem einer Minderheit unverantwortlich handelnder Freedom Camper, die für alle anderen Touristen das Naturerlebnis in Neuseeland zerstören, hat nicht allein der Queenstown Lakes District. Im ganzen Land wird nach Wegen gesucht, wie Besucher, die sich an die Regeln halten, die Natur und kulturell bedeutsame Orte respektieren, auch weiterhin ihre Reise durch Neuseeland ohne Einschränkungen genießen können.

Im vergangenen Sommer ist die Zahl der Freedom Camper weiter gestiegen, und damit auch die Zahl der Vorfälle, die Einwohner, andere Reisende und Umweltschützer auf die Palme bringen. Es gab an vielen Orten schlichte Überfüllung, aber auch Gesundheitsrisiken durch Fäkalien und potenzielle Umweltzerstörungen durch Menschen, die in geschützten Flüssen und Seen badeten und ihre Wäsche wuschen.

Der öffentliche Aufschrei über die rücksichtslose und unverantwortliche Behandlung der neuseeländischen Natur ist verständlich. Es ist sehr schade, dass sich die gastfreundlichen und offenen Neuseeländer nun zu drakonischen Gegenmaßnahmen gezwungen sehen. Auch verantwortungsvolle Reisende, die in zertifizierten „self-contained“ Campervans reisen, sind von diesen Einschränkungen betroffen.

Am Ende müssen der Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt aber oberste Priorität haben, wenn Neuseelands schöne Natur auch weiterhin Besucher aus aller Welt anziehen soll.

(Jenny Menzel)

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