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Te Papa wird 20 Jahre alt

Te Papa Tongarewa, das Nationalmuseum von Neuseeland, hat im Herzen der Neuseeländer einen ganz besonderen Platz – und das schon seit seiner Eröffnung am 14. Februar 1998.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat Te Papa Tongarewa, was auf Maori soviel wie „Schatztruhe“ heißt, seinem Namen alle Ehre gemacht. Noch beliebter ist aber sein Beiname: „our place“, „unser Ort“.

Schon am Eröffnungstag drängten sich 35.000 Besucher in der Warteschlange, die zu den ersten Gästen des Museums gehören wollten. In seinem ersten Jahr empfing Te Papa mehr als zwei Millionen Besucher – nicht schlecht für ein Land mit damals nur vier Millionen Einwohnern! Das Nationalmuseum Neuseelands ist aber auch bei Touristen enorm beliebt.

Am 14. Februar 2018 hatte Te Papa fast 30 Millionen Besucher empfangen, 200 Hochzeitspaare gefeiert, über 400 neue Arten entdeckt, mehr als 3.000 „powhiri“-Zeremonien veranstaltet und seine Gäste über 1,3 Millionen Mal durchgeschüttelt – im berühmten Erdbebensimulator.

Te Papa wird seit 20 Jahren als eines der weltbesten Museen gerühmt und ist eine Top-Attraktion in Neuseeland. Der interaktive, ganzheitliche Ansatz des „storytelling“ und der Verbindung zweier Kulturen dient Museen auf der ganzen Welt als Vorbild.

Schon vor seiner Eröffnung, nach einer Bauzeit von vier Jahren, fand das Gebäude sowohl in Neuseeland als auch international viel Anerkennung. Das Konzept einer bikulturellen Partnerschaft zwischen „tangata whenua“, den einheimischen Menschen, und „tangata tiriti“, den Nicht-Eingeborenen, war genauso radikal wie die Verbindung aus nationalem Museum und nationaler Kunstkollektion.

In den 1990ern war Te Papa der weltgrößte Museumsneubau. Auch heute ist es das größte Bauwerk, das in Neuseeland jemals zur Erhaltung des Kulturerbes errichtet wurde. Die anspruchsvolle Konstruktion sah unter anderem vor, dass ein Hotel auf Rädern von der Waterfront versetzt wurde, um Platz für das neue Gebäude zu schaffen.

Sowohl in seiner physischen Präsenz am Hafen von Wellington als auch in seiner historischen und kulturellen Bedeutung für Neuseeland birgt Te Papa viel Symbolik und dient als Forum der Nation. Sein eigener „marae“ Rongomaraeoa blickt auf den Hafen und dient als lebender Ausstellungsort für die traditionelle Kultur der Maori, genauso wie für zeitgenössische Kunst und Design.

Das Museum hat sich immer wieder verändert und ist stets in Entwicklung. Auch in Zukunft stehen große Projekte an, angefangen mit der neuen Kunstgalerie „Toi Art“. Der für 8,4 Millionen NZD errichtete Bereich wird Kunst in Ausmaßen präsentieren können, die vorher nicht möglich waren. Die Eröffnung am 17. März wird mit Spannung erwartet. Ab Ostern begonnen die Arbeiten an einem neuen Natur- und Umweltbereich, der 2019 fertig sein soll.

Die beliebteste kostenfreie Ausstellung im Te Papa war und ist „Gallipoli: The scale of our war“, mit 1,8 Millionen Besuchern zwischen April 2015 und Januar 2018. Diese Kriegs-Ausstellung kostete 8 Millionen NDZ und wurde in Zusammenarbeit mit den Special-Effects-Meistern des Weta Workshop geschaffen.

Warum Te Papa so beliebt ist? Das Museum bietet einen anderen Zugang zu bekannten Themen und eine andere Besuchererfahrung. Museen sollten keine Vitrine voller altem Zeug sein, sondern ein Spiegel für die Gesellschaft, ist Direktor Geraint Martin überzeugt. Sein ehrgeiziges Ziel: Jeder Neuseeländer soll sich selbst in Te Papa reflektieren, und internationale Besucher sollen hier die Vielfalt und den kulturellen Reichtum Neuseelands verstehen.

Dr. Arapata Hakiwai, der Vize-Chef des Museums, freut sich vor allem über die Energie, die er in den begeisterten und überraschten Reaktionen der Besucher spürt. Te Papa ist vor allem für die Maori ein Ort, der allen Menschen gehört und sie zusammenbringt – „our place“ eben.

(Jenny Menzel)

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