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Auf Stewart Island wird das Wasser knapp

Obwohl sie von Wasser umgeben sind, sehen sich die knapp 500 Einwohner von Stewart Island ganz im Süden der Südinsel einer Dürre gegenüber, wie es sie in der Geschichte der kleinen Insel noch nicht gegeben hat.

Die Trinkwasservorräte auf Stewart Island sind in den letzten Wochen auf ein besorgniserregendes Niveau gefallen. Sowohl Flüsse als auch Quellen führten kaum noch Wasser.

Neuseeland hat einen Sommer hinter sich, wie es ihn noch nie in der Geschichte der Aufzeichnungen gegeben hat: Rekordtemperaturen heizten Luft und Wasser auf, wochenlang fiel kein Regen auf große Teile der Südinsel.

Im Durchschnitt erhält Stewart Island im Januar (also im Hochsommer) etwa 113 Millimeter Regen. Im Januar 2018 fielen nur 35,6 Millimeter. Gleichzeitig lag die Durchschnittstemperatur von 16° Celsius deutlich über der bisherigen Januar-Durchschnittstemperatur von 13° Celsius.

Das DOC stand kurz davor, öffentliche Toiletten auf der Insel zu schließen, weil nicht mehr genug Wasser für ihren Betrieb da war. Die Wassertanks an den Wanderhütten und Campingplätzen mussten ständig nachgefüllt werden, damit Wanderer genug Wasser zur Verfügung hatten.

Die Inselbewohner sind es gewohnt, dass im Sommer der Wasservorrat zur Neige geht. Ein Notfall-Reservoir gibt es auf der kleinen Insel nicht, und eigentlich kann man sich auf reichliche Regenfälle ab dem Herbst verlassen.

Die aktuelle Trockenheit, zusammen mit den gestiegenen Besucherzahlen, stellt die Einwohner von Stewart Island vor eine nicht gekannte Herausforderung. In der Vergangenheit schlossen Wirte und Geschäfte einfach ihre Türen, wenn ihr Wasservorrat zur Neige ging.

Das wird den immer mehr Touristen nicht gefallen, die Stewart Island in letzter Zeit für sich entdeckt haben. Inzwischen ist es empfehlenswert, Unterkünfte auf der Insel mindestens sechs Monate im Voraus zu buchen – es gibt einfach sehr wenige.

Die Zahl der Unterkünfte zu erhöhen, ist angesichts der Wasserknappheit auch keine naheliegende Lösung. Touristen sind das Wassersparen nicht gewohnt und einige sind dazu auch nicht gewillt. Eingeschränkte Duschzeiten und Mahnungen, weniger Wäsche zu waschen, tragen zu wenig zur Lösung des Problems bei.

Stewart Island ist nicht die einzige Insel in Neuseeland, die sich vor den Auswirkungen einer Wasserkrise sieht. Auch auf Waiheke Island im Golf von Hauraki leiden die Einwohner jeden Sommer unter größerer Wasserknappheit.
Die größte Gefahr im Moment wäre ein Waldbrand, der nicht gelöscht werden könnte, weil zu wenig Wasser da ist.

(Jenny Menzel)

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