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Chinesische Raumstation stürzt – vielleicht – auf Neuseeland

Das ist leider kein Aprilscherz: Das Tiangong-1-Modul der chinesischen Raumstation kreist momentan führerlos und unkontrolliert im Orbit der Erde. Experten haben errechnet, dass die Trümmer der Station, die hochgiftige Substanzen enthalten, an Ostern 2018 zur Erde stürzen werden – und dabei mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Neuseeland fallen könnten.

Die Raumstation war seit 2011 in Betrieb und umkreiste die Erde. Seit März 2016 ist sie jedoch nicht mehr funktionstüchtig und meldet keine Daten mehr; China musste zugeben, dass es die Kontrolle über die 9,5 Tonnen schwere Raumstation verloren hatte. Nichts kann die Trümmer jetzt mehr davon abhalten, durch die Atmosphäre zu stürzen.

Zwar dürften die meisten Teile beim Absturz verglühen. Einige Trümmer könnten jedoch trotzdem auf die Erdoberfläche treffen; und zwar in einem recht breiten Streifen zwischen dem 43. nördlichen Breitengrad und dem 43. südlichen Breitengrad. Da ein Aufprall am Rand dieser Zone am wahrscheinlichsten ist, gehören Neuseeland und Tasmanien genauso zu den Kandidaten für einen Volltreffer wie die USA, die Balkanstaaten und Südeuropa.

Ereignisse wie dieses sind nicht allzu selten. Aber Tiangong-1 ist sehr groß und schwer. Da die Station außerdem hochgiftige, korrosive Chemikalien an Bord hat, könnten hunderte Kilometer der Erdoberfläche von einem Regen aus giftigem Hydrazin getroffen werden.

Die US-Umweltschutzbehörde warnt alle Menschen davor, Trümmerteile zu berühren oder deren Dämpfe einzuatmen, nachdem sie deren Absturz vom Himmel beobachtet haben. Hydrazin kann zu Krampfanfällen, Koma und Tod führen.

Die Gefahr, selbst von einem Trümmerteil aus dem Weltraum erschlagen zu werden, ist allerdings ziemlich gering. Die Chance liegt bei eins zu einer Trillion und ist damit noch wesentlich geringer, als von einem Blitz getroffen zu werden.

Noch nie in der Geschichte der Raumfahrt ist ein Mensch von abstürzendem Weltraummüll zu Schaden gekommen, und es sind in den vergangenen Jahrzehnten schon einige große Trümmerteile heruntergestürzt.

(Jenny Menzel)

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