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Das war knapp: Beinahe-Crash von Drohne mit Air NZ-Maschine in Auckland

Air New Zealand ruft nach härteren Strafen für Drohnenpiloten, nachdem es am Flughafen Auckland fast zu einem katastrophalen Crash gekommen wäre: Eine Drohne kam dem Airbus 777-200 bei seinem Landeanflug so nahe, dass die Piloten fürchteten, sie wäre in eine der Turbinen geraten.

Der Beinahe-Unfall passierte auf dem Flug NZ92 von Tokio nach Auckland, der 278 Passagiere und Crew beförderte. Als die Piloten die Drohne bemerkten, war sie nur schätzungsweise knapp fünf Meter von der Maschine entfernt.

In dem Moment konnten die Piloten kein Ausweichmanöver mehr einleiten, da sich die Maschine bereits zu weit im Sinkflug befand. Die Drohne flog so knapp an dem landenden Flugzeug vorbei, dass die Befürchtung bestand, sie wäre von einer der Turbinen eingesogen worden. Das hätte fatale Folgen bis hin zum Ausfall des Triebwerks haben können.

Eine Inspektion nach der Landung zeigte, dass nichts passiert war. Trotzdem bestand ein erhebliches Risiko für die Passagiere und die Crew des Fluges. Es handelte sich bereits um das zweite Vorkommnis binnen eines Monats, nachdem zwei Wochen zuvor eine Drohne innerhalb des gesperrten Luftraums über dem Flughafen Auckland entdeckt worden war.

Im gesamten vergangenen Jahr gab es mindestens einmal wöchentlich Meldungen über Drohnen, die sich illegal in gesperrtem Luftraum aufhielten. Die Luftverkehrs-Kontrolltechnik ist derzeit noch nicht in der Lage, so kleine Objekte wie Drohnen zweifelsfrei zu orten; daher muss man den Führern der Drohnen vertrauen, dass sie sich an bestehende Gesetze halten.

Bis dato sind Drohnenpiloten aufgefordert, sich vor dem Start ihrer Drohne auf der Website www.airshare.co.nz anzumelden und die Freigabe der Luftverkehrsbehörde zu erbitten, ob und wo sie sicher fliegen können. In den letzten vier Jahren hat sich Zahl der Anmeldungen von 30 pro Woche auf 600 pro Woche erhöht; momentan sind 7.000 Nutzer registriert.

Air New Zealand sieht nun eindeutig die Zeit gekommen, härtere Sanktionen einzuführen: Wer Drohnen rücksichtslos benutzt und rund um Flughäfen die Sicherheit gefährdet, sollte durchaus auch mit Gefängnis bestraft werden, fordert die neuseeländische Fluglinie.

Die derzeitigen Regeln sehen für individuelle Drohnenpiloten, die zivile Luftfahrtgesetze brechen, Strafgelder von bis zu 5.000 NZD vor. Härtere und konsequent durchgesetzte Strafen müssten sein, um ein Bewusstsein in der breiten Bevölkerung für die potenziell tödlichen Folgen des achtlosen Gebrauchs von Drohnen zu wecken.

Graeme Harris, Direktor der neuseeländischen Flugsicherheitsbehörde CAA, bezeichnete die Fast-Katastrophe mit der Drohne als „extrem dumme Tat“ und betonte, es gebe keine Entschuldigung für derart achtloses und verantwortungsloses Verhalten.

Aktuell werden die Regeln rund um den Gebrauch von Drohnen im Verkehrsministerium überprüft. Die CAA wird die Regierung mit einer medialen Kampagne unterstützen, um in den kommenden Monaten die Regeln rund um die Verwendung von Drohnen in Neuseeland bekannter zu machen. Außerdem soll ein neuartiges Ortungssystem in den nächsten Monaten getestet werden.

(Jenny Menzel)

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