Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

Das aktuelle Heft ...

 ... oder ältere Hefte HIER bestellen!

Geschenkabo-Gutschein

Wenn Sie ein Geschenkabo bestellt haben finden Sie hier einen Gutschein für den Beschenkten.

 

360° Kanada

Kennen Sie schon unser Schwester-Magazin 360° Kanada?
Mehr erfahren Sie hier:

 

Werbung

Manukahonig, Wein und Bier, Schönes und Nützliches aus und um Neuseeland erhalten Sie beim

Kampf gegen Klimawandel: Neuseeland verbietet neue Offshore-Ölbohrungen

Neuseeland will zum Klimaprimus werden: Die neuseeländische Regierung hofft, in den kommenden Dekaden CO2-neutral zu werden. Premierministerin Jacinda Ardern verkündete am Donnerstag, als ersten Schritt keine Genehmigungen mehr für neue Offshore-Ölexploration zu vergeben.

Naturschutzgruppen feierten die Entscheidung als historischen Sieg im Kampf gegen den Klimawandel.

Als die Sozialdemokratin Jacinda Ardern dank einer Koalition im vergangenen Jahr an die neuseeländische Regierung kam, machte sie das Thema Klimawandel zu einem der Eckpfeiler ihrer Politik. Die Ziele, die sie ihrem Team steckte, waren: Bis 2035 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu generieren und die Wirtschaft bis 2050 CO2-neutral zu machen.

Bis zu 30 Jahre werden vergehen

Jetzt hat die neuseeländische Politikerin, die erst vor kurzem weltweit Schlagzeilen aufgrund ihrer Schwangerschaft im Amt machte, den ersten Schritt verkündet, um diese Ziele umzusetzen: Ab sofort wird es keine neuen Genehmigungen für Offshore-Ölexploration mehr geben.

Bis das Verbot neuseelandweit greift, werden zwar bis zu 30 Jahren vergehen, wie die 37-jährige Politikerin am Donnerstag sagte. Denn es bezieht sich rein auf neue Genehmigungen und hat keinen Einfluss auf die bestehenden.

Rohöl – derzeit noch wichtiges Exportgut

Öl ist derzeit noch ein wichtiges Exportgut für Neuseeland. Ungefähr 20 Öl- und Gasfelder sind in Neuseeland in Betrieb, dazu gehören Felder wie Kapuni, Maui, Pohokura und Kupe – alle in der Taranaki-Region an der Westküste der Nordinsel gelegen.

Während das meiste Öl exportiert wird, macht Gas rund 20 Prozent der neuseeländischen Primärenergieversorgung aus. Die letzte der Genehmigungen läuft laut neuseeländischer Medien im Jahr 2030 aus, aber sollten Öl oder Gas gefunden werden, könnte die Produktion über Jahrzehnte fortgesetzt werden.

Trotz des langfristigen Ausblicks sei die Entscheidung richtig, in die Zukunft zu blicken, sagte Ardern. „Übergänge müssen irgendwo beginnen, und wenn wir heute keine Entscheidungen treffen, die im Wesentlichen in 30 oder mehr Jahren in Kraft treten, laufen wir Gefahr, zu spät zu handeln", sagte die Regierungschefin vor Medienvertretern.

Greenpeace: „Historischer Moment“

Die Entscheidung ist signifikant für die Gewässer um Neuseeland, in denen rund 50 Prozent der globalen Wal- und Delfinarten leben oder hndurch migrieren. Greenpeace Neuseeland feierte die Entscheidung der Regierung deshalb als einen „historischen Moment” für das Land und einen „immensen Gewinn für unser Klima“. „Das Blatt hat sich unwiderruflich gegen die große Ölindustrie in Neuseeland gewendet", sagte Russel Norman, der Geschäftsführer von Greenpeace New Zealand.

Ardern reagierte mit ihrer Entscheidung, die auch vom Koalitionspartner New Zealand First getragen wurde, auf eine von Greenpeace initiierte Petition, die im vergangenen Monat 50.000 Unterschriften sammelte.

Die konservative Opposition bezeichnete die Entscheidung dagegen als „wirtschaftlichen Vandalismus" und sagte, sie mache ökologisch keinerlei Sinn. „Diese Entscheidung wird den Untergang einer Industrie sicherstellen, die über 8.000 hochbezahlte Arbeitsplätze und 2,5 Milliarden US-Dollar für die Wirtschaft bereitstellt", sagte Jonathan Young, der Sprecher für Energie und Ressourcen bei der National Partei ist.

Die Entscheidung tue nichts für den Klimawandel, sie werde die Produktion nur in andere Teile der Welt verlagern.

(Barbara Barkhausen)

Der Link zur Petition: https://act.greenpeace.org/page/15809/petition/1

Goto Top