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DOC deckt illegale Tourismus-Anbieter auf

Bei einer Stichprobe unter Tour-Anbietern im Milford Sound entdeckte das Department of Conservation, dass ein Drittel der Unternehmen ohne eine gültige Lizenz arbeiteten und damit illegal waren.

Ranger der Umweltschutzbehörde hatten während des gesamten Sommers Tourbusse und Guides kontrolliert.

Gemeinsam mit der Polizei, der Einwanderungsbehörde und dem Verkehrsministerium wurden außerdem zwei Tage lang an einem Checkpoint alle durchfahrenden Fahrzeuge registriert.

Nicht alle Reise-Unternehmen konnten eine Konzession vorweisen, die für die Arbeit im Nationalpark vorgeschrieben ist. An einem einzigen Tag, an dem die Ranger den Besucherparkplatz an den Mirror Lakes überprüften, konnten 37 Prozent der Reisebusse keine Lizenz vorzeigen. Unter den 20 illegal operierenden Unternehmen sind hauptsächlich Anbieter für Bustouren und geführte Wanderungen.

Nicht autorisierte große Unternehmen verkehren im Milford Sound ziemlich regelmäßig, erklärt Greg Lind, der das DOC-Büro in Te Anau leitet. Das Umweltschutzministerium fährt derzeit noch einen „weichen“ Kurs und verfolgt die erwischten Übeltäter nicht gerichtlich. Sie werden gebeten, sich um eine Lizenz zu kümmern. Tun sie das bis zur nächsten Saison nicht, erfolgt eine Anzeige.

Unter dem Conservation Act ist für jeden kommerziellen Tourismusanbieter in Naturschutzgebieten eine Konzession vorgeschrieben. Die Höchststrafe für Nichteinhaltung dieser Regel sind fünf Jahre Gefängnis oder eine Geldbuße von 300.000 NZD.

In Zukunft wird das DOC härter durchgreifen, nicht nur am Milford Sound. Die Einnahmen aus Konzessionen sollen in den nächsten zehn Jahren verdoppelt werden. Dafür wurden sechs Rangers im Fiordland eingestellt, weitere Saisonkräfte arbeiten zukünftig an touristischen Hotspots wie Aoraki/Mt Cook, im Mount Aspiring National Park und im Westland Tai Poutini National Park.

Die neuen Ranger werden nicht nur in den Besucherzentren, sondern auch „an der Front“ eingesetzt. Sie säubern Toiletten und beobachten Freedom-Camper. Ein Interpretations-Ranger soll an beliebten Orten wie den Blue Pools auf das Besucherverhalten achten, und ein Vollzeit-Ranger wird zukünftig die Konzessionen überwachen.

Derzeit verdient das DOC etwa 17 Millionen Neuseeland-Dollar im Jahr aus Konzessionen touristischer Anbieter, die ihre Kunden in Naturschutzgebiete fahren oder dort führen. Das DOC schätzt, dass es diese Einnahmen im nächsten Jahr um mindestens drei Millionen Dollar steigern kann.

Dazu gehören nicht nur Forderungen an säumige Zahler und illegale Anbieter, sondern auch Nachverhandlungen, was die Höhe der Konzessionen angeht. Bereits 2017 hat das DOC angekündigt, die Landegebühren für kommerzielle Flugzeuge und Helikopter, etwa auf den Gletschern der Westcoast, um bis zu 10 Prozent anzuheben.

Dies dürfte sich in den kommenden Jahren dann auf die Preise auswirken, die Tour-Anbieter an ihre Kunden weitergeben.

(Jenny Menzel)

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