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Countdown-Supermärkte verbannen Plastiktüten

Endlich bewegen sich die ersten neuseeländischen Unternehmen hin zu mehr Umweltschutz! Ab dem 21. Mai 2018 werden Kunden in zehn Countdown-Supermärkten in ganz Neuseeland keine kostenfreien Einmal-Plastiktüten an den Kassen mehr bekommen.

Das Verbot der Plastiktüten bei Countdown bedeutet, dass 350 Millionen Tüten im nächsten Jahr nicht zu Müll werden, der potenziell die Ozeane verschmutzt. Aneinandergelegt, würden diese Tüten 3,5-mal um die Erde reichen.

Die ersten zehn Filialen befinden sich in Dargaville, Auckland (am Aviemore Drive, in Roselands/Papakura, Grey Lynn und in Massey), in Gisborne, in Whanganui, in der Johnsonville Mall in Wellington, in Blenheim und in Ferrymead in Christchurch.

Schon nach der Ankündigung der Plastiktüten-Verbannung hätten Countdowns Kunden ihren Verbrauch an Tüten um 16 Prozent reduziert, gibt das Unternehmen an. Die Kette fühlt sich unterstützt von der Öffentlichkeit und will weitere Maßnahmen in den Blick nehmen. Kunden werden ermutigt, ihre eigenen Beutel und Behälter mitzubringen, die von den Hilfskräften an den Kassen zum Einpacken benutzt werden. Wer ohne Behältnis kommt, kann auf plastikfreie Alternativen zurückgreifen.

Bis zum Ende des Jahres 2018 soll die Initiative in allen Countdown-Filialen des Landes eingeführt sein.

Dem Beispiel von Countdown folgen auch New World und PaknSave. Ersterer hat erklärt, bis Ende 2018 die Plastiktüten abzuschaffen; abgemildert wird dies jedoch durch eine freiwillige Spende von 10 Cent für jede Plastiktüte oder einen Rabatt von 5 Cent für Kunden, die ihre eigene Tüte mitbringen. PaknSave will ebenfalls eine Gebühr für Plastiktüten erhaben und Boxen aus Karton als Alternative anbieten.

Das viel größere Problem für die Umwelt sind allerdings nicht die Plastiktüten zum Einkaufen, sondern die vielen Plastikverpackungen der einzelnen Produkte. Neuseeland, das einen Großteil seiner Waren importiert, ist hiervon besonders betroffen.

Umweltschutzorganisationen gratulieren Countdown zu der Maßnahme, betonen aber gleichzeitig, dass die Verbannung der Plastiktüten von den Kassen nur ein erster Schritt sein kann – es muss noch viel mehr passieren.

Sie fordern mehr Druck von Seiten der neuseeländischen Regierung. Nur die Politik könne Veränderungen im ganzen Land durchsetzen und auch diejenigen Unternehmen zwingen, die keine freiwilligen Maßnahmen eingeleitet haben. Länder wie Frankreich, Großbritannien und China, wo kostenlose Plastiktüten generell verboten wurden, seien da schon weiter.

Nur die Regierung könne gemeinsam mit der Verpackungsindustrie strengere Regeln aushandeln, um die steigenden Menge an Plastikmüll einzudämmen. 

(Jenny Menzel)

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