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Neuseeland und pazifische Inselstaaten übernehmen Führungsrolle im Walschutz

Am 29.07.2009 endete die zweite Vertragsstaatenkonferenz des Abkommens zum Schutz von Walen und Delfinen im Pazifik, das im Jahr 2006 im Rahmen der Bonner Konvention zur Erhaltung wandernder Tierarten ins Leben gerufen wurde. Die 12 Mitgliedstaaten beschlossen einen umfangreichen Aktionsplan und riefen zu verstärkter Zusammenarbeit der regionalen Walschutzabkommen innerhalb der Bonner Konvention auf.

Lediglich 3 Millionen Menschen bevölkern die Inselstaaten der Region in deren Management mehr als 30 Millionen Quadratkilometer Ozean fallen. Das Abkommensgebiet ist somit größer als die Fläche Chinas, Kanadas und der Vereinigten Staaten zusammen, Lebensraum für 57 der weltweit gegenwärtig bekannten 86 Wal- und Delfinarten und gleichzeitig Schauplatz intensiver Fischereiaktivitäten. "Die ambitionierte Zielsetzung des Aktionsplanes sieht Schutzmaßnahmen vor, die versuchen sämtlichen Gefahren, insbesondere die Auswirkungen der Fischereiaktivitäten, Lärmverschmutzung und Zerstörung des Lebensraumes zu adressieren" sagt Cara Miller, Leiterin des pazifischen Walschutzprogramms der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS vor Ort. "Gleichzeitig bedarf es des Austausches insbesondere technischen und wissenschaftlichen Know-Hows um gegenseitig die Effizienz der regionalen Schutzabkommen zu steigern und Schutzinitiativen zu beschleunigen" fügt Miller hinzu.

"Die pazifischen Inselstaaten nehmen dadurch eine Führungsrolle bei Walschutzinitiativen ein, die wir uns von den europäischen Regierungen nur wünschen können. Man kann nur hoffen, dass die Beschlüsse für Wale im Pazifik auch tatsächlich positive Auswirkungen in der Praxis haben wird" kommentiert Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS in Deutschland, die aktuellen Ergebnisse. "Die europäischen Regierungen haben nach 15 Jahren ergebnisloser Rhetorik versagt, den Beifang von jährlich Tausenden Kleinwalen in der Nordsee zu reduzieren. Auch steht der Schweinswal in der Ostsee vor dem Aussterben" kritisiert der WDCS-Sprecher im Vorfeld der sechsten Vertragsstaatenkonferenz des Abkommens zur Erhaltung der Kleinwale in der Nord- und Ostsee, die zwischen 16. und 18.September in Bonn stattfinden wird, die Mitgliedsstaaten.

Hintergrundinformationen:

Im Rahmen der Bonner Konvention (CMS/Konvention zur Erhaltung wandernder Tierarten) wurden bislang vier regionale Schutzabkommen für Wale und Delfine ins Leben gerufen.

ASCOBANS - Abkommen zur Erhaltung von Kleinwalen in der Nord- und Ostsee
ACCOBAMS - Abkommen zur Erhaltung von Walen und Delfinen im Mittelmeer und im Schwarzen Meer
Abkommen zur Erhaltung von Walen und Delfinen und deren Lebensraum in der pazifischen Inselregion
Abkommen zur Erhaltung von Seekühen und Kleinwalen in westafrikanischen Gewässern

Das Abkommen zur Erhaltung von Walen und Delfinen und deren Lebensraum in der pazifischen Inselregion wurde seit dem Jahr 2002 entwickelt und 2006 von 9 Staaten unterzeichnet. Das Abkommen trat am 15.September 2006 in Kraft und hat heute 12 Mitgliedstaaten:

- Australien
- Cookinseln
- Förderierte Staaten von Mikronesien
- Fiji
- Frankreich (für seine Territorien: Neukaledonien, Französisch Polynesien, Wallis und Futuna)
- Neuseeland
- Niue
- Papua Neu Guinea
- Samoa
- Salomonische Inseln
- Vanuatu
- Großbritannien (Unterzeichnung am 29.7.2009 für die brit. Pitcairn Inseln)

Die WDCS wurde von den Mitgliedsstaaten des pazifischen Walschutzabkommens bestimmt, die Koordination der technischen, wissenschaftlichen Arbeitsgruppe des Abkommens zu übernehmen. Darüber hinaus hat die WDCS die Erstellung der Webseite des Abkommens gestiftet: www.pacificcetaceans.org.

 

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