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Te Puia in Rotorua bekommt eigenes Tattoo-Studio

Besucher des berühmten Maori Arts & Crafts Institute in Te Puia, dem Maori-Kulturzentrum von Rotorua, erwartet seit kurzem eine neue Attraktion: Sie können sich dort eine wahrlich dauerhafte Erinnerung an ihren Neuseeland-Aufenthalt mitnehmen.

Ein neues Ta Moko Tattoo-Studio gibt den Besuchern einen spannenden Einblick in die traditionellen und zeitgenössischen Kunstformen des Tätowierens.

Stolz sitzt es direkt neben den anderen Disziplinen des Maori-Kunsthandwerks, die im 1920 gegründeten Kulturzentrum NZMACI (New Zealand Maori Arts and Crafts Institute) in Te Puia gelehrt, erhalten und an die nächste Generation weitergegeben werden.

Neben dem Holzschnitzen, Weben, Stein- und Knochenschnitzen und einer Bronzegießerei führen Arekatera Maihi und Jacob Tautari, zwei renommierte Ta Moko Künstler, nun das neue Studio.

Maihi, der die Funktion des „tumu whakairo rakau me te ta moko“ am NZMACI erfüllt, ist zufrieden: Ein Bedürfnis nach einer authentischen Ta Moko-Erfahrung habe es schon seit einiger Zeit gegeben, meint er. Jetzt sei die Zeit gekommen, und das Tattoo-Studio könne mit Würde in seinen speziell eingerichteten Räumlichkeiten arbeiten.

Traditionelle Formen des Tätowierens, auf Maori Ta Moki, erleben in Neuseeland seit einigen Jahren einen Aufschwung. Sowohl Maori als auch Nicht-Maori fragen diese Kunstform verstärkt nach, sogar aus dem Ausland gibt es vermehrt Aufträge.

Bisher war Ta Moko in Te Puia nur in der beliebten Ausstellung „Tuku Iho | Living Legacy“ vertreten, einem internationalen kulturellen Programm, das außerhalb Neuseelands gastierte. Die traditionelle Tätowierkunst nun auch direkt in Te Puia präsentieren zu können, sehen die beiden Künstler als großes Privileg.

Keine Sorge: Besucher („manuhiri“) müssen sich nicht sofort (oder überhaupt) für eine Tätowierung entscheiden. Durch ein Sichtfenster darf während des Tätowierens zugeschaut werden, sofern der oder die Tätowierte dem zustimmt.

Das Besondere an der Maori-Kunst des Tätowierens erklärt Jacob Tautari: „Ta Moko ist nicht einfach ein Bild oder ein Design aus einem Vorlagenbuch, sondern jedes Tattoo ist einzigartig, es gibt das Wesen seines Trägers wieder. Wie es aussehen wird, entscheidet sich während eines Gesprächs („korero“) mit dem Künstler. Jedes verwendete Symbol repräsentiert einen Aspekt der Geschichte einer Person. Man weiß nicht, was man am Ende haben wird, nicht einmal der Künstler weiß es.“

Ta Moko verlangt also ungewöhnlich viel Vertrauen und beruht auf Gegenseitigkeit. Der Kunde muss dem Künstler seine Geschichte anvertrauen, die dieser dann interpretieren und angemessen ehren muss. Ein wichtiger Teil von Ta Moko ist denn auch die Aufklärung der Menschen über diesen Prozess.

(Jenny Menzel)

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