Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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„Digitale Dämmerung“ für Neuseelands abgelegene Regionen: das Hawaiki-Internetkabel ist da!

Eine neue Zeitrechnung bricht in Neuseeland an – jedenfalls für alle, die in der Internetbranche arbeiten oder das Internet beruflich nutzen, und das sind auch am anderen Ende der Welt nicht wenige Menschen. Die „digitale Dämmerung“ setzt mit der Errichtung des Hawaiki-Glasfaserkabels ein, das nun fleißig Daten über den Pazifik schickt.

Das 15 000 Kilometer lange optische Glasfaserkabel verbindet seit Mitte Juli 2018 Neuseeland mit Australien, den Pazifikstaaten und den USA.

In Portland, Oregon startend, verläuft das Kabel komplett unter Wasser, bevor es in Mangawhai im Northland wieder an Land kommt. Eine Abzweigung führt weiter nach Sydney, vorher zweigen weitere nach Hawaii, Amerikanisch-Samoa und Fiji ab.

Genau dort erhofft man sich deutlich positive Auswirkungen, die direkt aus der potenziell gesteigerten Bandbreite und Geschwindigkeit der Datenübertragung entstehen sollen. Nicht nur die Wirtschaft im Northland, auch die Umwelt, die Bildungssysteme, Gesundheit und soziale Wohlfahrt werden hoffentlich profitieren.

Die Einrichtung des Hawaiki-Kabels, zu der umfangreiche Erkundungsarbeiten an der unterseeischen Topografie, das Design der Route, die Herstellung und Verlegung des Kabels gehörten, brauchte insgesamt 27 Monate. Verantwortlich für das Projekt war Weltmarktführer TE SubCom.

Er hat es geschafft, seinen Konkurrenten Southern Cross, finanziert zum Großteil vom neuseeländischen Telefonnetzbetreiber Spark, im Wettrennen um die Kabelverlegung abzuhängen. Southern Cross hatte seit dem Jahr 2000 das Monopol in der direkten Datenübertragung aus den und in die USA. Mit finanzkräftiger Unterstützung von Amazon Webservices und der neuseeländischen Regierung konnte das Hawaiki-Kabel schneller verlegt werden als das Next-Kabel von Southern Cross, das 2020 in Betrieb gehen soll. In Zukunft werden Internetnutzer in Neuseeland von beiden Kabeln profitieren.

Das Hawaiki-Kabel (das natürlich nicht aus der mythischen Heimat der Maori kommt) ist nun die schnellste und größte gekoppelte Verbindung zwischen den USA, Australien und Neuseeland. Ob sich diese Länder und Regionen zukünftig enger zusammenschließen werden und welche Rolle dabei das Kabel spielt, ist noch offen – die Erwartungen sind jedenfalls auf allen Seiten hoch.

Das 300 Millionen US-Dollar teure Kabel liefert 43 Terabit an zusätzlicher Datenkapazität nach Neuseeland – was einem Vielfachen der bisherigen Kapazitäten entspricht, über die Neuseeland und Australien zusammen verfügten. Ab 2020 wird das Next-Kabel, das ohne weitere Abzweige aus den USA kommt, weitere 60 Terabit zur Verfügung stellen.
Das Hawaiki-Kabel ist eines der wichtigsten Projekte des Tai Tokerau Northland Economic Action Plan, der die Wirtschaft des dünn besiedelten und von hoher Arbeitslosigkeit gekennzeichneten Northland ankurbeln soll.

Aber auch für alle anderen angrenzenden Staaten und Regionen im Pazifik kommt das neue Internetkabel gerade rechtzeitig. Allein die Nationen des Südpazifiks verzeichneten in den letzten Jahren eine enorm steigende Nachfrage nach Kapazität; jedes Jahr wächst hier der Bedarf um 45 Prozent.

(Jenny Menzel)

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