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Trüffelbier aus Neuseeland: Prost!

Eine Riesentrüffel von beachtlichen 1,4 kg Gewicht ist für sich schon ein beachtlicher Fund. Ihre Finder, die Besitzer der Kings Truffles Farm in Waipara nahe Christchurch, hatten eine ebenso beachtliche Idee, was man mit dem Luxuspilz machen könnte: Sie brachten ihn in die nächste Brauerei.

Jax Lee und ihr Trüffelhund Freddy haben unter einer Eiche die größte jemals in Neuseeland gewogene Trüffel gefunden.

Die „Untergrundpilze“ wachsen in ganz Neuseeland im Wurzelbereich verschiedener Bäume wie Haselnuss, Eiche und Pinie. Auch in der Bay of Plenty und der Hawke’s Bay werden Trüffel kommerziell angebaut bzw. gesucht.

Aber nur in Canterbury findet man vier verschiedene Trüffel-Varianten: Périgord Black, Bianchetto, Burgundy und Wintertrüffel. Der hohe pH-Wert des kalkhalten Bodens und die vielen Sonnenstunden im nördlichen Canterbury sorgen hier für das beste Wachstum – denn diese Bedingungen ähneln am meisten dem Ursprungsgebiet der Trüffel in Südwesteuropa.

Nachdem Jax Lee ihren Riesenfund vorsichtig ausgegraben und gesäubert hatte, brachte sie ihn ins nahegelegene Amberley. Dort steht die Brew Moon Brewing Company, gegründet und betrieben von Kieran McCauley und seiner Frau Belinda Gould. Die beiden ließen sich von Jax überzeugen, ein Trüffelbier zu brauen.

„Brew Moon ist unsere Lieblingsbrauerei, und wir haben ihnen schon lange in den Ohren gelegen, ein Trüffelbier zu brauen und Trüffelpizza auf ihre Speisekarte zu setzen”, erzählt Lee. Die Riesentrüffel überzeugte die Brauer schließlich.

Es ist gar nicht so einfach, mit einer Zutat wie Trüffel zu brauen – niemand hatte damit Erfahrungen und die Trüffel war ja ziemlich teuer. Es galt, den Geschmack der Trüffel so weit nach vorn zu bringen, dass man sie bemerkt und dass sie mit dem Geschmack des Biers harmoniert. Die Trüffelnote durfte aber nicht zu stark sein. Generell passen Ale und Trüffel überraschend gut zusammen, stellten die McCauleys fest.

Das Spezialbier, ein goldenes Ale, wurde beim „Beervana“-Festival Anfang August in Wellington vorgestellt und verzeichnete viel Lob. Allzu überrascht war keiner der Bier-Gourmets von der einzigartigen Zutat. Neuseelands Brauereien produzieren alle möglichen verrückten Geschmacksrichtungen, von Manuka bis zu Champagner.

Es besteht also die Hoffnung für alle Liebhaber von Bier und Trüffel, auch in den kommenden Jahren wieder Trüffelbier aus Amberley kosten zu können – vorausgesetzt, Jax Lee und ihr Hund finden erneut eine schöne große Trüffel.

(Jenny Menzel)

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