Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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„Ein ganzer Haufen Calamari“

An der neuseeländischen Küste ist ein Riesenkalmar angespült worden. Drei Taucher entdeckten die riesige Kreatur mit ihren zehn Armen bereits am Wochenende. Ihre Bilder mit dem „Seeungeheuer“ sind derzeit auf sozialen Medien ein Hit.

Eigentlich waren die drei neuseeländischen Brüder Daniel, Jack und Matthew Aplin auf der Suche nach einem guten Platz zum Tauchen. Bereits in Wetsuits gekleidet, fuhren sie südlich der neuseeländischen Hauptstadt Wellington am Strand entlang, als sie auf einen großen weißen Klumpen im Sand stießen.

„Mein Bruder sagte: ‘Was ist das da drüben?‘, und deutete auf den Tintenfisch“, sagte Daniel Aplin gegenüber der lokalen Tageszeitung New Zealand Herald. Es sei direkt neben der Straße gewesen und sie seien hingefahren und hätten erkannt, dass sich um einen riesigen toten Tintenfisch gehandelt habe.

Über vier Meter langes Meerestier

Die drei Brüder machten Fotos mit dem Kopffüßer, der die großen, kräftigen Männer neben sich winzig aussehen lässt. Diese posteten die Neuseeländer auf der Facebook-Seite der „Ocean Hunter Spearfishing und Freediving Specialists“, wo sie Tausende Likes und Kommentare erhielten. „Das ist ein ganzer Haufen Calamari“, schrieb ein Facebook-Nutzer. Ein anderer kommentierte, dass sich die Leute da ja wohl keine Sorgen mehr um Haie zu machen brauchten.

Nach ihrem Tauchgang legten die Neuseeländer ein Maßband an und stellten fest, dass das Tier samt Armen 4,2 Meter lang war. Eine Sprecherin des Umweltministeriums bestätigte in einem Schreiben, dass es sich um einen Riesenkalmar handelte, schrieb aber, dass das Ministerium sich nicht eingeschaltet habe, da die Tiere keine geschützte Spezies in Neuseeland seien.

Erstmals 2006 lebend gefilmt

Mehrere Medienberichte meldeten, das Tier sei vom National Institute for Water and Atmosphere (Niwa) in Neuseeland abgeholt worden, doch auch dieses Institut wusste auf Anfrage nicht, wo der Riesenkalmar verblieben ist. Er könnte mit der Flut auch wieder ins Meer gespült worden sein.

Riesenkalmare leben in den Tiefen der Ozeane und können sogar nochmal deutlich größer als das angespülte Exemplar werden. Der größte jemals von Wissenschaftlern aufgezeichnete Riesenkalmar war fast 13 Meter lang und wog knapp eine Tonne. 2006 gelang es japanischen Forschern und Filmemachern erstmals in der Nähe der Ogasawara Inseln, einen lebenden Riesenkalmar an der Meeresoberfläche zu filmen. Die Tiere, deren Augen tellergroß sind, haben vor allem in der Vergangenheit die Mär von Seeungeheuern genährt.

Weltweites Interesse

Kommentatoren im Internet verglichen den Riesenkalmar mit dem nochmals deutlich selteneren Koloss-Kalmar, der 2014 erstmals von neuseeländischen Wissenschaftlern näher studiert werden konnte. Damals sezierten Forscher das Exemplar eines solchen Koloss-Kalmars im Te Papa Museum in Wellington. Über 140.000 Menschen aus 180 Ländern schauten damals während der Live-Übertragung zu.

Doch auch die Geschichten deutlich kleinerer Weichtiere faszinieren die Menschen regelmäßig. 2016 ging die Geschichte des Kraken Inky um die Welt, der im Aquarium in Napier auf der neuseeländischen Nordinsel zu Hause war. Der kleine Oktopus, der als etwa so groß wie ein Rugbyball in neuseeländischen Medien beschrieben wurde, befreite sich eines Nachts nicht nur aus seinem Aquarium, sondern zwängte sich auch noch durch eine kleine Abflussröhre bis ins Meer.

(Barbara Barkhausen)

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