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Go Rentals führt Fahrsimulator für Touristen ein

Neuseeländische Straßen sind zwar atemberaubend schön, aber auch gefährlich; vor allem für Unerfahrene. Immer wieder kommt es zu schweren Verkehrsunfällen, an denen Touristen beteiligt und oft auch schuld sind.

Das Problem ist nicht nur der für viele Besucher ungewohnte Linksverkehr, sondern auch Übermüdung nach der langen Anreise und Überforderung durch die besonderen Straßenbedingungen im Land.

Der neuseeländische Autovermieter GO Rentals hat auf die Sorgen der Neuseeländer reagiert, die in den letzten Jahren vermehrt nach Maßnahmen gerufen haben, um Unfällen mit Touristen vorzubeugen. Im August stellte GO Rental den landesweit ersten Fahrsimulator vor, der speziell entwickelt wurde, um die Situation von Mietwagenfahrern auf der Straße realistisch nachzuempfinden.

Entworfen und entwickelt wurde der Fahrsimulator drei Jahre lang von der Dunediner Firma CoDrivr. Eng beteiligt an der Entwicklung war der neuseeländische Rally-Meister Rhys Gardner.

Internationale Untersuchungen und Sicherheitsexperten haben Fahrsimulatoren als hocheffektive Methode identifiziert, um Touristen auf das Fahren in unvorhersehbaren oder kritischen Situationen vorzubereiten. In diesem geschützten Raum können sie aus ihren Fehlern lernen, ohne sich und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Ziel von GO Rental ist es, im ganzen Land Fahrsimulatoren zu installieren und dafür mit anderen Fahrzeugvermietern, Flughäfen und regionalen Tourismusanbietern zu kooperieren. Firmendirektor James Dalglish ergänzt, dass der Fahrsimulator nicht nur für internationale Gäste ein großer Vorteil sein soll. Auch neuseeländische Autofahrer können mit seiner Hilfe zusätzliche Erfahrungen in herausfordernden Situationen sammeln.

Im „Overseas Driver Crashes Report“ von 2017 zeigte das Verkehrsministerium, dass Fahrer mit einem ausländischen Führerschein in 8 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle, 5 Prozent der der Unfälle mit ernsten Verletzungen und 7 Prozent der Unfälle mit geringeren Verletzungen beteiligt waren. Die Anteile zeigen, dass auch und vor allem die neuseeländischen Fahrer Nachhilfe hinter dem Steuer brauchen können.

Der Report zeigte allerdings auch, dass in etwa einem Drittel der Unfälle, an denen ein ausländischer Fahrer schuld war, einer der entscheidenden Faktoren die Nichtbefolgung neuseeländischer Verkehrsregeln oder das Unvermögen des Umgehens mit den Straßenbedingungen gewesen war.

Die Vereinigung der Fahrzeugvermieter begrüßt offiziell die Einführung des Fahrsimulators von GO Rentals. Allerdings dürfe dieser nur eine von mehreren Maßnahmen sein, mit denen die Fahrsicherheit für ausländische Gäste erhöht wird. Informationen und Aufklärung über die besonderen neuseeländischen Straßenbedingungen und die geltenden Verkehrsregeln müssten flächendeckend bei jeder Fahrzeugvermietung zur Verfügung gestellt werden.

Der erste Fahrsimulator findet sich in der GO Rentals-Filiale in Queenstown. Weitere Simulatoren werden im Laufe des Jahres in anderen Zweigstellen aufgestellt.

(Jenny Menzel)

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