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Weniger Touristen auf Great Walks unterwegs

Nachdem die Gebühren für Übernachtungen auf den neun Great Walks für ausländische Besucher erheblich erhöht wurden, ist die Zahl von Wanderern aus eben diesen Ländern zurückgegangen – und die Neuseeländer nutzen das gern aus.

Anfang Oktober hatte das Department of Conservation die Kosten für Hüttenübernachtungen auf dem Milford, Kepler und Routeburn Track sowie auf dem Abel Tasman Coastal Walk angehoben. Seitdem müssen Touristen etwa doppelt so viel bezahlen wie Kiwi-Wanderer.

Die Kosten reichen von 140 NZD pro Nacht auf dem beliebten Milford Track bis zu 75 NZD auf dem Abel Tasman. Und während Neuseeländer weiterhin ihre Kinder bis zum 18. Geburtstag kostenfrei mitnehmen dürfen, müssen junge Wanderer aus dem Ausland nun ebenfalls die hohen Erwachsenenpreise bezahlen. Für Familien aus Übersee wird es damit extrem teuer, einen Great Walk zu laufen.

Nach Angaben des DOC sind die Buchungen aus dem Ausland seit dem Beginn des Buchungszeitraums am 30. September um 14 Prozent zurückgegangen. Zur gleichen Zeit ist der Anteil der Wanderer, die in Neuseeland leben, von 45 auf 57 Prozent gestiegen; Buchungen für neuseeländische Kinder nahmen um 14 Prozent zu.

Chris Roberts von Tourism Industry Aotearoa findet die bisherigen Zahlen “ermutigend“: Insgesamt würden die Besucherzahlen immer noch um 3,5 Prozent jährlich steigen. Es gebe also keinen Hinweis, dass die Menschen abgeschreckt würden.

Egal, wer sich auf den Great Walks derzeit einbucht – dass die Mehrtages-Wanderwege enorm beliebt und bereits in der Vorsaison heißbegehrt sind, ist eindeutig. Auf dem Milford Track sind bereits alle drei Hütten komplett ausgebucht, von Anfang November 2018 bis Ende Mai 2019. Auf diesem Track, der oft direkt nach Eröffnung des Buchungsverfahrens binnen Sekunden ausgebucht ist, gibt es keine Ausweichmöglichkeiten in Form von Campsites.

Die höheren Gebühren für ausländische Besucher finden viele Neuseeländer völlig in Ordnung. Sie meinen sogar, dass solche Doppel-Bepreisungen auch auf anderen Wanderwegen und bei anderen Aktivitäten angewendet werden sollten.

Obwohl Touristen inzwischen einen geringeren Anteil an den Buchungen insgesamt einnehmen, hat das Doppel-Preissystem des DOC bereits in den ersten beiden Wochen der Saison zusätzliche 1,9 Millionen NZD eingebracht.
Alle Einnahmen werden benutzt, um das Netzwerk der Great Walks zu erhalten und auszubauen.

Das neue Preissystem läuft versuchsweise über den gesamten Sommer bis zum April 2019. Danach will das DOC entscheiden, ob es die getrennten Preissysteme beibehält.

(Jenny Menzel)

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